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Spieletest: Splinter Cell Conviction

Spieletest: Splinter Cell Conviction

 

„Schneller, härter, besser“ muss das Motto von Ubisoft Montreal gewesen sein als, sie das neueste Splinter Cell entwickelten. Denn im Gegensatz zu denn Vorgängern schaltet Conviction ein paar Gänge höher. Mehrere Feinde in Sekundenschnelle per Headshot zielsicher ausschalten? Kein Problem für Sam Fisher!

Den Sam Fisher, den Sie kannten, ist tot!
Als vor einigen Jahren die Tochter von Sam bei einem Autounfall starb, war er nicht mehr derselbe Mensch wie vorher. Traumatisiert durch dieses Ereignis kehrte er seinem Arbeitgeber „Third Echelon“, für den er jahrelang loyal gedient hat, den Rücken. Jahre später erfährt er, dass seine Tochter in einem Mordkomplott verwickelt war und sein früherer Brötchengeber allem Anschein nach dabei eine größere Rolle gespielt hat.
Wutentbrannt begibt er sich nun auf die Suche nach dem Urheber dieser Tat und dem Grund warum seine Tochter ihr Leben lassen musste.

Rachefeldzug
Sam Fishers Akt der Vergeltung beginnt in Malta, wo er den ersten Hinweis über den Tod seiner Tochter findet, der ihn zurück in die Vereinigten Staaten und zu manch historischem Wahrzeichen wie dem Lincoln Memorial oder dem Washington Monument führt. Diese stellen eindeutig zwei der vielen Höhepunkte des Spiels dar. Grafisch sind die Levels sowie die Effekte und Charaktere des Spiels sehr schön dargestellt, jedoch hinkt es solch Toptitel wie Assassins Creed 2, das übrigens aus dem selben Entwicklerstudio stammt, ein klein wenig hinterher. Zu guter Letzt soll aber an dieser Stelle von der Story und den Orten, die ihr aufsucht, nicht zu viel verraten werden, aber es wird euch mit Sicherheit nicht langweilig, da diese sehr gut und abwechslungsreich ausgearbeitet sind. 

Fliegen wie ein Schmetterling, stechen wie eine Biene

Doch was macht Splinter Cell Conviction anders als seine Vorgänger? Ihr müsst noch immer schleichen, klettern und Gegner aus dem Schatten heraus ausschalten, ohne dass dies beobachtet wird. Das jedoch in einem schnelleren Tempo als man es aus anderen Spielen, die aus dem „Stealth Game“ Genre kommen, gewohnt ist. Beitragend dazu ist das neue Feature „Mark & Execute“. Durch den erfolgreichen Einsatz einer Nahkampfattacke schaltet ihr dieses spezielle Bewegungsmanöver frei. Es ermöglicht euch, bis zu vier Feinde (abhängig eurer Schusswaffe) zu markieren und bequem auf Tastendruck in rasanter Geschwindigkeit zu eliminieren. Sieht ausgesprochen cool aus und gibt euch wirklich das Gefühl ein Superagent zu sein, gegen den die bösen Buben keine Chance haben. Wobei aber leider gerade diese Möglichkeit die Gegner zu eliminieren dem geübten Spieler etwas zu leicht gemacht wird. Außerdem wurde die Waffenauswahl erweitert und auch ein Erfahrungspunktesystem, sogenannte P.E.C Challenges, eingeführt, die ihr für besondere Aktionen, die ihr vollbringt, bekommt.
Mit diesen Erfahrungspunkten könnt ihr dann eure Waffen und Gadgets mit hilfreichem Zubehör aufbessern –  wie Schalldämpfern, Visieren und größerer Munitionskapazität. 

Agenten-Teamwork
Wer zockt nicht gern gemeinsam mit einem menschlichen Mitspieler? Das dachten sich auch die Macher von Splinter Cell und spendierten uns sowohl einen Koop-Storymodus sowie mehrere Multiplayer-Modi. Kurz zum Storypart: Der setzt vor Sam Fisher´s Abenteuer an und schickt euch als US-Agent Archer sowie als russischen Spion namens Kestrel ins Kampfgebiet. Der Auftrag lautet, eine gefährliche Waffenlieferung aufzuhalten, die für den Schwarzmarkt bestimmt ist. Zusätzlich dazu kommt noch der „Jäger-, Letztes Gefecht-, Duell- und Infiltrationsmodus“. Ersteres verlangt von euch und eurem Mitspieler alle Feinde in einem Gebiet auszuschalten. Sieht euch dabei der Gegner, kommt geradewegs Verstärkung in Form von weiteren Bösewichten auf euch zu. Das „Letzte Gefecht“ beinhaltet das Verteidigen eines Sprengkopfes gegen anrückende Gegnerwellen und der „Duellmodus“ erlaubt es, sich mit einem zweiten Spieler zu messen. Punkte bekommt man hierbei für das Erlegen von KI-Kontrahenten sowie die Anzahl der Tode, die man dem Gegenspieler beschert hat. „Infiltration“ nennt sich die letzte der Spieltypen und ist vom Prinzip vergleichbar mit dem Jägermodi. Der Unterschied liegt darin, dass wenn man entdeckt wird, man von neuem beginnen muss, da das Spiel dann endet. Diese Möglichkeiten machen zusätzlich zum Hauptspiel, gerade zu zweit, sehr viel Spaß und erweitern das Gesamtwerk um weitere positive Aspekte.

Fazit
Durch das höhere Spieltempo hat die Splinter Cell Serie einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Genretypische „langsame“ Momente, die viele Spieler kritisieren, wurden fast vollkommen aus dem Spiel entfernt. Hoch anzurechnen ist dabei dem Team von Ubisoft Montreal, dass sie es trotzdem vollbracht haben, das Spielgefühl der Vorgänger nahtlos in Conviction zu übertragen. Was bedeutet, dass sowohl alteingesessene Veteranen, sowie auch Neulinge von Splinter Cell Conviction hellauf begeistert sein werden. 

Positiv: Story, Grafik, Sound, Umfang, höheres Spieltempo

Negativ: für geübte Spieler etwas zu leicht

Facts:

•    Hersteller: Ubisoft
•    Spieler: 1-2 Spieler
•    Entwickler: Ubisoft Montreal
•    Erschienen für: PC, Xbox 360

Foto: Ubisoft

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