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Stoner Rock deluxe auf Schweden Art

Stoner Rock deluxe auf Schweden Art

 

Schweden-Export Truckfighters beehrten uns letzten Sonntag, den 23. diesen Monats, in der Spinnerei und hinterließen nichts als schmerzende Nacken, rauschende Ohren und glückliche Gesichter.Supportet wurde das nordische Trio von den Linzern Mothers Milk. Einige denken bei dem Namen sicher an die vierten Platte von den Red Hot Chili Peppers. Tribute Band? Von Wegen! Zugegebenermaßen ein wenig irritiert vom Bandnamen überraschten die Jungs mit gutem hausgemachten, aber nicht Chili – mäßigem Rock. Obwohl die vier Linzer behaupten eigentlich keine Cover-Band zu sein, spielten sie in dem kurzen Set gleich 2 Cover-Songs. Pink Floyd´s „Another Brick in the Wall“ kam zwar stimmlich nicht an das Original heran, war aber dennoch gut interpretiert. Aber wie heißt´s so schön: entweder man machts besser oder einfach anders. Dem Lied „Da Hofer“, ein alter „Hadern“, drückten sie definitiv ihren eigenen Stempel auf, ungewöhnlich aber hörenswert.

“Traffic” groovt genau so wie Audioslave´s „Show me how to live“!

Runter gestimmt was zum runter stimmen geht und mit einer gehörigen Portion pure Rock’n Roll in den Knochen fetzten kurz drauf Truckfight auf die Bühne. Ohne große Ankündigung testeten sie mit „Desert Cruiser“, was die die Boxen aushalten. Herrlich verzerrte Vocals von Sänger und gleichzeitig Bassist Ozo dazu die verspielten Riffs von Gitarrist Dango ließen keinen Kopf ruhig halten. Jedem im Zuschauerraum konnte man den Genuss der Klänge am, zumindest nickendem wenn nicht sogar headbangendem, Ohrenhalter anerkennen. Die Band selbst sparte ebenfalls nicht mit Jumps, schnellem Haareschütteln und geradezu sexy rockerartigen Moves. Ganz offensichtlich fanden die Schweden Gefallen am Auftritt und wollten nach Songs wie „Traffic“, „Monte Grag“, „Atomic“ und „Majestic“, allesamt mit ausgedehnten Instrumentalparts, gar nicht mehr aufhören zu spielen. Das Publikum unterstützte das lautstark und wurde mit den Zugaben „Gweedo“, „In Search“ und „Chameleon“ belohnt. Fazit dieser G´schicht: Wem Bands wie Audioslave, Kyuss und Konsorten zu kommerziell geworden sind, sollte sich vertrauensvoll Truckfight zuwenden. Selber Groove aber mit Ecken, Kanten und schwedischem, dreckigen Charme!

Weblinks:
http://www.truckfighters.com/
http://www.myspace.com/truckfighters

Foto: Werner Redl

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