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BATMAN: Der Tod steht ihm gut

BATMAN: Der Tod steht ihm gut

 

Es war unvermeidlich, nie unmöglich und doch nie im Bereich des Möglichen – doch eines Tages würde es so kommen: Batman ist tot. Butler Alfred hat den Leichnam in einem versteckten Hinterzimmer einer Bar von Gotham aufgebahrt. Alle sind sie gekommen, um dem Dunklen Ritter die letzte Ehre zu erweisen.Der Joker, Catwoman, Two-Face, der Pinguin, der Riddler und viele weitere sind zusammengetreten. An diesem Abend erzählen sie jeweils ganz unterschiedliche Varianten davon, wie Batman ums Leben gekommen ist. Jeder von ihnen hat recht – und doch wieder nicht.

An End Has A Start
„Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“ ist eine Hommage an „Superman – Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ von Kultautor Alan Moore. Die 1986 verfasste Geschichte handelt davon, wie das Ende von Superman aussehen würde und wie die Hinterbliebenen darauf reagieren. Neil Gaiman, selbst angesehener Autor von Comics wie „Coraline“, „Black Orchid“ oder „Sandman“, hat sich dieses Werk zu Herzen genommen und etwas Ähnliches mit Batman kreiert, gleichwohl das Resultat spürbar anders ausgefallen ist und eine andere Handschrift trägt.

Überraschung als Prinzip
Nail Gaiman beleuchtet den Abgesang des maskierten Gesetzeshüters und zeigt seine Nahtod-Erfahrung(en). Ohne zu viel vorwegzunehmen: Batman ist zwar tot, doch wandelt der Geist von Bruce Wayne zwischen den Orten, zwischen Leben und Tod.
Die letzten Seiten des Bandes stellen dann wieder so etwas wie Ordnung her. Am Ende gilt es, das Schicksal zu akzeptieren, anstatt einem vagen Traum sinnlos hinterher zu rennen.

Das Leben als Legende
Inhaltlich originell und stilistisch abgrenzend, verleiht Gaiman dem unwirklich erscheinenden Plot eine eindringliche, und auch versöhnliche Note. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, weil Realität und Wahrnehmung zwei grundverschiedene Dinge darstellen. Die Erzählung bricht zudem Batmans subjektive Perspektive durch die parallelen Erzählungen der Antagonisten, die aber alle zum selben Ziel führen. „Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“ stellt nicht das Verbrechen und dessen Aufklärung in den Mittelpunkt, sondern fokussiert die Handlung auf die zahlreichen Hinterbliebenen, die alle gekommen sind um Batman die letzte Ehre zu erweisen.

Die eigentliche Hauptgeschichte versammelt kurze Episoden aus unterschiedlichen Epochen. Weiters sind zusätzlichen Bonusgeschichten von Gaiman enthalten. Alle Storys betrachten die Fledermaus aus Gotham aus unterschiedlichen Perspektiven.

Ein Bild oder eine Abbildung vervollständigt sich erst im Auge des Betrachters. Nie steht es für sich alleine. Das gilt insbesondere für „Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“. Was wirklich passiert sein könnte, hängt ganz vom jeweiligen Blickpunkt ab.

Facts:
Batman – Was wurde aus dem Dunklen Ritter?
Paperback (Softcover & limitiertes Hardcover), 132 Seiten
Von Neil Gaiman & Andy Kubert

Links & Webtips:

Foto: Panini/ DC Comics

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