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„Es geht um das was dahinter steckt!“

„Es geht um das was dahinter steckt!“

 

Mike Vinyl, ein Urgestein aus Steyr gibt wieder richtig Gas und startet im Oktober mit seiner Tour rund um den Globus. subtext.at hat sich mit ihm auf ein gemütliches Bier zum Plausch im Cafe Strom getroffen.

subtext.at: Wie würdest du einem Gehörlosen deinen Musikstil beschreiben?
Mike Vinyl: Interessante Frage daher ich einige Gehörlose Mitte der 90er gekannt habe die mit uns auf Partys waren und die haben bei der Lautstärke der Musik auch immer gut mitfeiern können, daher Sie den Bass fühlen konnten.

subtext.at: Deine Karriere ist ja durch einen Tinitus schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, wie ist dir das passiert?
Mike Vinyl: Das war an einem sehr starken Wochenende in mehreren Locations, wo ich bei der Heimfahrt merkte dass ich alles nur mehr sehr dumpf wahrnahm…eigentlich ist das die Frage die ich nicht mehr hören kann daher ich damit mittlerweile abgeschlossen habe.

subtext.at: Wenn man sich dein breites Spektrum an Einflüssen ansieht, stellt man sich natürlich die Frage, was hörst du privat für Musik auf der Couch?
Mike Vinyl: Einen guten Musiker erkennt man meiner Meinung nach daran dass er Querbeet Musik hört. Ich behaupte einfach mal das dass bei mir auch der Fall ist. (lacht) Das reicht auch privat bei mir von Kraftwerk bis hin zu AC/DC. Meine Roots liegen ganz woanders als das was ich jetzt auflege. Am Wichtigsten ist immer was dir die Musik emotional zu vermitteln versucht. Egal ob Hip Hop oder auch Techno, es geht um das was dahinter steckt!

subtext.at: Du bist nun schon lange in der Dj- Szene aktiv, was hat sich am stärksten verändert?
Mike Vinyl: Da haben sich die Dinge grundlegend verschoben, alleine technisch ist das Ganze nicht mehr vergleichbar. Ein Vorteil ist sicher das Internet, indem man alles schnell beziehen kann, andererseits bleibt hier oft die Kommunikation auf der Strecke. Früher traf man sich im Plattenladen zum persönlichen Austausch, was heutzutage zum Beispiel per Skype natürlich etwas ganz anderes ist.

subtext.at: Warum bist du so überzeugt von Vinyls?
Mike Vinyl: Nein ich bin kein Vinyl-Fetischist, jedoch kannst du den haptischen Moment indem du etwas in der Hand hältst nicht mit einem MP3 File vergleichen das mehr oder weniger einfach verpuffen kann. Ich werde aber in Zukunft natürlich auch in die Digitale Richtung gehen, viele DJ’s nutzen die Technologie noch nicht richtig weil Sie die Technik nicht ausnutzen und noch genau wie mit Plattentellern einen Track nach dem anderen spielen. Ich will die Features so verschmelzen dass das Ganze eine Live- Kreation wird und ich on- Stage mehr Musik kreiere als nur Titel nach Titel zu spielen.

subtext.at: Glaubst du ist der Nachwuchs in der oberösterreichischen Szene gesichert?
Mike Vinyl: Auf jeden Fall, ich glaube das sehr viel Interessantes nachkommt. Wichtig ist mir immer der Umgang mit jungen KünstlerInnen, den die verdienen, genauso wie jeder internationale Star, Anerkennung.

subtext.at: Du hast die Plattform „Injectionmusic“ geschaffen. Kannst du kurz beschreiben was du mit der Plattform machst bzw. vor hast?
Mike Vinyl: Es ist mir sehr wichtig junge KünstlerInnen, speziell in Steyr, zu fördern. Aus „Injectionmusic“ ist auch die Vinylauslese entstanden, die sich natürlich nicht nur mit Vinyls beschäftigt sondern damit versuche ich den Hype um einen internationalen DJ zu vermeiden und mit regionalen Acts die Party ansich in den Vordergrund zu stellen.

subtext.at: Als Letzte Frage: Was wird die Zukunft bringen?
Mike Vinyl: Dieses Jahr wird für mich noch ein super Jahr, im Oktober kommt eine Compilation heraus, die das Erste Mal auf der Vinylauslese in Steyr am 2. Oktober präsentiert wird und dann startet die Tour bis Ende Dezember. Es sind sehr interessante Bookings dabei, wie am 10. Dezember in New York oder in Malta, Deutschland, Slovakei um nur ein paar Highlights zu nennen. Dann wird auch noch eine Maxi herauskommen und ich habe mir auch viele große Ziele gesetzt für 2011.

Vielen Dank für deine Zeit!

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Foto: Julia Dresch

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