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Crossing Europe Kritik: „Glückliche Fügung“

Crossing Europe Kritik: „Glückliche Fügung“

Wie der Titel schon verrät, handelt der Film von einer Fügung, ob man sie nun als glücklich bezeichnen möchte, ist dabei aber dem Zuschauer überlassen.

Ein Paar, in Erwartung ihres ersten Kindes, gezeugt bei der ersten Begegnung, der ein One-Night-Stand hätte sein sollen, zieht in ein kleines Haus in der Vorstadt, mit Garten und netten Nachbarn. Der Mann verdient das Geld und die Frau richtet, zwischen ihren Arztbesuchen das neue Heim ein. Was für einige vielleicht nach einem idyllischen Gesamtbild klingen mag, wird in Isabelle Stevers Film in erfrischender Kälte erzählt. Die Figuren des Films wirken distanziert und sind passend zu der Erzählweise, kalt. Im Verlauf der Geschichte werden dem Zuschauer die Hauptprotagonisten durch ihr Handeln und Reden immer unsympathischer und wirken in ihren Reaktionen teilweise schon unmenschlich. Obwohl die Story mit einigen Neurungen aus den filmtypischen Klischees ausbricht, schafft es der Film nicht dadurch über die Langatmigkeit der nicht recht besonderen Story hinweg zu tröste.

Oft gibt es Szenen, deren Bedeutung dem Zuschauer verschlossen bleibt oder die nur für Verwirrung sorgen. Zwar besitzt der Film viele gute Ansätze, jedoch verlaufen sich diese und nachher fragt man sich, warum der Film nicht kompakter und etwas spannender inszeniert wurde.

Die Bewertung der subtext.at-Redaktion:

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Written by

Filmstudent an der Zürcher Hochschule der Künste.

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