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Crossing Europe Kritik: Mavro Livadi / Black Field

Crossing Europe Kritik: Mavro Livadi / Black Field

Ein Film aus Griechenland ist schon etwas besonderes. Wie Regisseur Vardis Marinakis selbst sagt, ist es ein „Nightmare“, dort zu drehen.  Auch der Film selbst spielt mit solchen Nightmares, Fabeln und Traumwelten – ohne zu weit von der Story abzukommen, die eine sehr reale ist.

Ein Nonnenkloster im Griechenland des 17. Jahrhunderts. Vor seinen Toren ein verletzter Janitschar. Aus Nächstenliebe wird der Feind ins Kloster gebracht, versorgt – und gefangengehalten. Nicht alle wollen ihn hier haben. Die junge Anthi schon. Immer wieder besucht sie den Mann, und zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung. Beide leben im Konflikt mit Ihresgleichen, die eben doch nicht ganz so gleich sind. Und auch mit sich selbst. Der Teufel hat sich eigeschlichen, meinen die Nonnen, und der hält noch einiges bereit…

Einen sehr authentischen Film hat Marinakis hier geschaffen. Die düsteren Bilder zeigen Griechenland von einer Seite, die hier nur den Wenigsten bekannt sein dürfte. Die Geschichte ist stimmig und fesselnd. Schon lange vorher bahnen sich Wendungen an, und doch kommen sie immer überraschend. Vielleicht wollen wir auch einfach nicht glauben, was wir sehen. Nicht alles ist leicht zu verstehen und zu begreifen. Nicht alles war vorher bekannt. Und nicht alles ist heute anders. Seichte Unterhaltung ist der Film zu keiner Zeit, großes Kino allerdings schon.

Die Bewertung der subtext.at-Redaktion:

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