Die Jubiläumsausgabe des Seewiesenfests in Kleinreifling stand anfangs unter keinem guten Stern. Zum trüben Wetter gesellte sich auch noch ein Ölaustritt dazu, wodurch die Durchführung des Seewiesenfests auf Messers Schneide stand – viele Helfer trugen dazu bei, dass das Fest trotzdem stattfinden konnte. Und die BesucherInnen kamen auch heuer wieder auf ihre Kosten.

„FM Belfast“ , „Esben and The Witch“, „Kreisky“, „Ra Ra Riot“ und viele mehr standen für Unterhaltung auf hohem Niveau – subtext.at war für euch live dabei.

 

MusikarbeiterInnenkapelle
Den musikalischen Anfang des Tages bildete die MusikarbeiterInnenkapelle. Wer unter „Kapelle“ erwartet hat, dass hier traditionelle Marschmusik gespielt wird, wurde schnell eines besseren belehrt. Themes von „Tetris“ bis „Star Wars“ brachten einen Schuss Ironie in den Start des Seewiesenfestes.

 

Parkwächter Harlekin
Den undankbaren Anfang – noch bei strömendem Regen im Freien – des eigentlichen Lineups durfte Parkwächter Harlekin aus Wien machen. Mit ausgeklügelten Texten  startete das Seewiesenfest 2011 in sein Programm auf der Hauptbühne. Leider waren zu diesem Zeitpunkt erst wenige BesucherInnen auf das Festivalgelände gekommen – Parkwächter Harlekin hätte sich definitiv mehr verdient.

 

Poetry Slam
Mittlerweile schon ein Markenzeichen des Seewiesenfestes ist der dazugehörige Poetry Slam. Auch heuer durften in der vierten Auflage des Slams DichterInnen ihre Kreativität unter die Leute bringen. Witzige Elemente gemischt mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik waren die Hauptmerkmale des wiederum gelungenen Poetry Slams.

 

Esben and The Witch
Eigentlich sollten Bilderbuch ja den zweiten Slot des Seewiesenfests 2011 bespielen. Diese hatten jedoch – wie auch schon bei ihrem letzten Gig in Linz – einen Autounfall und reisten deshalb mit Verspätung an. Esben and The Witch tauschten deshalb mit Bilderbuch den Slot und versuchten, mit melancholischem Indie-Pop zu punkten. Beim Publikum selbst scheint die Performance jedoch nicht so gut angekommen zu sein, wenn man in die Gesichter blickte.  Aber zumindest der Regen hörte auf und die Sonne kam zum Vorschein.

 

Bilderbuch
Mit Verspätung, aber doch hoch motiviert betraten danach die Jungs von „Bilderbuch“ die Bühne des Seewiesenfests. Mit Songs ihres aktuellen Albums „Die Pest im Piemont“ brachten sie das Publikum  erstmals so richtig in Bewegung.

 

Love & Fist – Austrian Dance-Shock
Um die Wartezeit zwischen den Konzerten zu verkürzen, spielten während der Umbaupausen „Love & Fist“ im Zelt auf der Seewiese.  Puristische Singer/Songwriter wollen sie nicht sein – mehr dazu könnt ihr bald im Interview auf subtext.at lesen.

 

Ra Ra Riot
Danach betrat die Band die Bühne, die zumindest unter den subtext.at – Redakteuren für einen Running Gag sorgten, heißen sie nämlich tatsächlich so – und man braucht nicht, wie von manchen vermutet, drei Anläufe, um aufgrund übermäßigen Alkoholkonsumes die Band richtig auszusprechen. Mit straigtem Indie-Rock, gepaart mit einem Schuss Melancholie, konnten sie das Publikum für sich gewinnen.

 

Kreisky

Headliner des Abends waren die Veteranen von „Kreisky“. Diesem Anspruch wurden sie auch gerecht – brachten sie das  Publikum zum Tanzen und bewiesen, dass sich der Trend, dass Musik auch auf Deutsch funktionieren kann, immer stärker bewahrheitet.

 

FM Belfast
Danach zum heimlichen Sieger des Abends, den Isländern von FM Belfast. Backstage noch in Decken und Capes eingehüllt, erwiesen sie sich auf der Bühne als richtige „Rampensäue“. Am Ende in Unterwäsche auf der Bühne stehend, schafften sie es, dass im gesamten Festivalgelände kein Bein mehr ruhig am Boden verharren konnte.

 

Zusammenfassend gesehen hat das Seewiesenfest auch 20 Jahre nach der Erstauflage nichts von seinem Charme verloren. Auch wenn die Austragung ob des Ölaustrittes und des zu Beginn schlechten Wetters nicht unbedingt unter einem guten Stern stand, stellte auch die Jubiläumsausgabe alle Indie-Fans zufrieden. In diesem Sinne: auf die nächsten zwanzig Jahre ohne „-ival“!

 

Fotos: Christoph Thorwartl, a_kep

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