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Against Electrostatic: Paraphrase und Teilzeitphilosophie

Against Electrostatic: Paraphrase und Teilzeitphilosophie

Nun ist es endlich da: Das mit Spannung erwartete Debüt der österreichischen Band Against Electrostatic wurde vergangenen Samstag im Linzer Hafenstern der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit “You Are Against Electrostatic” liefert das junge Quartett den ersten Langspieler und beweist, dass Qualität nicht nur den „Großen” vorbehalten ist.

An dieser Stelle sei nochmals der Hinweis gegeben, dass es drei der guten Stücke auf subtext.at zu gewinnen gibt: Against Electrostatic Acoustic Session und Gewinnspiel (Einsendeschluss: 23. November)

Die Erwartungshaltung schraubte sich ziemlich hoch, als vor wenigen Wochen die neue Webseite der Band online ging und damit die Single “Tired of Vacation”, welche noch dazu mit einem interaktiven Video untermalt wurde. Das Gesamtwerk besticht durch Professionalität und sollte man sich nicht entgehen lassen.
Nun wurde das Album nachgereicht, welches qualitativ dem zuvor Gesehenen in nichts nachsteht. Es scheinen echte Soundtüftler am Werk zu sein, betrachtet man die Bandbreite an interessanter Klangfarbe.

Echter Hörgenuss entwickelt sich zunehmend mit dem “Kennenlernen” der Platte und all ihrer Finessen. Manche Passagen erscheinen anfangs etwas hektisch oder pausenbedingt unerwartet, sind aber bereits nach dem zweiten Hörgang intus. Also nichts für das kurze Vergnügen, vielmehr entpuppt sich der eigene Bezug zur Platte erst mit der Zeit.
Auf einer halben Stunde bieten Against Electrostatic neun Stücke, die allesamt recht nach vorne gehen. Glücklicherweise bringen Songs wie “Sleeping”, “Blackbirds”, aber auch “Tired of Vacation” Dynamik in die Sache. Es sind großteils auch die Momente, wo der Gesang am besten zur Geltung kommt, nicht zuletzt durch großartige Backingvocals.
Tanzfreudige werden unter anderem am discotauglichen “Shadows” Gefallen finden (auch wenn die Feedbackorgie gegen Ende hin ein bisschen rätselhaft erscheint).
Die eingangs erwähnte Bandbreite an Klangfarbe könnte allerdings rückblickend der Platte zum Verhängnis werden: Denn öfter macht sich der Eindruck breit, dass die Stimme des Sängers Felix Sturmberger von Stück zu Stück anders klingt. Es fehlt ein durchgehend präsenter Gesang, der sich im Mix abhebt.

Nichtsdestotrotz ist „You Are Against Electrostatic“ ein Album, dass sich eine Band nicht einfach so aus dem Ärmel ziehen kann. Da gehört schon einiges mehr dazu. Alles andere ist (wie immer) eine Frage des Geschmacks.

Links:

Against Electrostatic: Webseite // Facebook

subtext.at: Gewinnspiel

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