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Zweitausendzwölf war großartig

Zweitausendzwölf war großartig

Dieses Mal möchte ich den Anfang machen, und liefere euch hiermit – vollkommen exklusiv – den allerersten Jahresrückblick des kommenden Jahres. 

Wirtschaftsanalytiker, Politiker und Griechenland sind vor den Kopf gestoßen, als Mitte März die sogenannte Krise plötzlich wie aus dem Nichts verpufft und es somit nicht nur mit der Wirtschaft, sondern auch dem Arbeitsmarkt und dem Absatz von Milchschokolade für Almkühe bergauf geht. Zurück bleiben gebremste Schulden, die in Wahrheit nun niemanden mehr interessieren.

Anfang Mai kommt schließlich der große Aufschrei, als bekannt wird, dass Mark Zuckerberg sein Herzensprojekt (und seine Geldmaschine) Facebook kostenpflichtig machen wird. Weitere Aufschreie aus demselben Grund folgen im Juli, im September und noch Ende November. Doch trotz dieser negativen Meldungen verliert das soziale Netzwerk gegen Jahresende nur weniger Mitglieder und liegt nun bei 1,8 Milliarden. Doch studiVZ steht schon immer noch in den Startlöchern für den Gegenschlag.

George W. Bush, führt in der Fortsetzung seiner Biografie an, dass er liebend gerne ein weiteres Ziel angegriffen hätte: Die Hölle sei mit Gadaffi, Bin Laden und Hussein zu einer neuen „Achse des Bösen“ geworden und müsse umgehend ausgelöscht werden. Republikanische Präsidentschaftskandidaten stimmen mit dieser Ansicht überein und investieren anstatt in ihren Wahlkampf in Waffen für den Endzeitkrieg. Deshalb (und allein deshalb) schafft es Barack Obama in eine zweite Amtszeit. Die natürlich aufgrund der verschwundenen Krise etwas besser begonnen werden kann als seine Erste.

Heinz-Christian Strache bereitet sich hingegen auf seine Kandidatur zur Nationalratswahl 2013 vor. Als er von einem nicht mehr ganz so frischem Wurstsemmerl (mit Gurkerl) getroffen wird, scheint er aber plötzlich wie ausgewechselt. Die Politik seiner Partei richtet sich nicht mehr gegen Ausländer, Migranten oder Minderheiten, sondern bekommt den Antlitz einer modernen Allroundpartei, die für alle Menschen und mal grundsätzlich gegen niemanden ist.

Und entgegen aller Erwartungen gehen bei mir am 22. Dezember 2012 plötzlich die Lichter aus, der Weltuntergang fühlt sich aber überraschend lebendig an. Schlussendlich wechsle ich aber die kaputte Sicherung aus und rette somit die Welt. (Dankt mir dafür aber bitte erst, wenn es soweit sein wird.) Doch anerkannte Wissenschaftler, Propheten und Verrückte versprechen bis zum Jahr 2219 sieben weitere Weltuntergänge, auf die sich die Menschheit mit Hamsterkäufen und Angstzuständen vorbereiten soll.

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29 Jahre alt - Literarischer Blogger (Neon|Wilderness), Autor ("Volle Distanz. Näher zu dir"), Medienblogger (dominikleitner.com), Printschreiber (MFG Magazin), freier Journalist (u.a. BZ), CD-Kritiker (subtext.at) und Detektiv (365guteDinge)

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