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Über Frühlingsgefühle

Über Frühlingsgefühle

Lassen wir den Winter mal beiseite: Zwischen kühlen Nächten und nebeligen Morgen blickt er schon etwas durch. Der Frühling kommt in großen Schritten. 

Und mit dem Frühling kommt auch noch etwas Anderes: Ich habe mich bevorzugt im Frühling verliebt. Weil es wunderbar passt, so kurz nach der Winterdepression. Und die Glücksgefühle mit jedem Sonnenstrahl stärker werden. Der Sommer war dann meistens relativ blöd, weil die Liebe oftmals sehr einseitig war. Aber das war egal. Dann kamen meistens die Sommergefühle.

Aber ich habe mich immer Leid gesehen: an den Hand in Hand spazierenden frischen Paaren und an dem Schmusen in der Schlange vor der Kasse. Es waren traurige Frühlinge, dabei war ich mir ganz einfach einer wichtigen Sache nicht bewusst. Dass vieles aus dem Frühling nicht für immer ist.

In meinem Freundeskreis habe ich nämlich mitbekommen: die meisten Beziehungen enden zwischen März und Mai. Und wisst ihr, das war mir trotz allem eine gewisse Genugtuung: es ist zwar gemein, aber wenn die Frühlingsgefühle in eine Sackgasse führen, tut es manchmal gut, wenn es nicht nur mehr so geht. Aber man nehme mich bitte nicht so ernst, ok?

Frühlingsgefühle sind schön. Nicht nur wenn es um Liebe geht. Der Frühling ist für mich so eine Art Rundumerneuerung: Neue Pläne, neue Ziele, neue Träume. Und neue Momente, in denen ich mich gemütlich in die Wiese legen kann, die Wolken beobachte und mit Freunden über Gott und die Welt reden kann. Dieser Winter war zwar auch sehr schön und manchmal auch richtig frostig, aber jetzt bin ich einfach nur froh, dass die Kälte hoffentlich ein Ende findet.

Und ward ihr in den letzten Tagen mal spazieren? Ich habe am Wochenende einen kleinen See im Salzkammergut umkreist. Und wanderte im Schnee los, bis ich in der Sonne landete und mir mal kurz meine ersten Frühjahrsbräunung gönnte. Genießt die Tage, nützt die Sonne und wenn ihr Lust darauf habt: Verliebt euch! (Und wenn ihr schon verliebt seid, liebt weiter!)

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29 Jahre alt - Literarischer Blogger (Neon|Wilderness), Autor ("Volle Distanz. Näher zu dir"), Medienblogger (dominikleitner.com), Printschreiber (MFG Magazin), freier Journalist (u.a. BZ), CD-Kritiker (subtext.at) und Detektiv (365guteDinge)

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