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Fotostrecke: Julian le Play @ Posthof Linz

Fotostrecke: Julian le Play @ Posthof Linz

Julian le Play, dessen Name in letzter Zeit öfter gefallen ist, durfte gestern im Posthof auftreten. Mit Songs, die an etwas an Philipp Poisel erinnern und seiner netten Art konnte er das bunt gemischte Publikum zufriedenstellen – begeistern wäre leider übertrieben.

Als Vorband traten Jackson Cooper feat. Scarface auf auf, deren Spielzeit mit knapp 20 Minuten ungefähr die Länge eines Bandcontest-Slots hatte. Ob die Entscheidung dazu an der (unbegründeten) Angst lag, dem „Star“ die Show zu stehlen oder am Mangel an weiteren Songs, bleibt fraglich.

Schließlich ist es dann Zeit für Julian le Play. Der 21-jährige Wiener Musiker hat in jüngerer Vergangenheit schon von sich hören lassen – so lief sein Song Mr. Spielberg schon auf einigen großen Pop-Radiosendern. Er singt selbst geschriebene Lieder mit deutschen Texten und hat dabei eine sehr angenehme Stimme, die nachdenklich und melancholisch angehaucht klingt.

Zwischen den Nummern streut Julian Anekdoten ein. Die sind zwar oft nicht besonders spannend, aber das Publikum, das übrigens „das beste“ von allen ist, fühlt sich unterhalten. Immerhin redet der Künstler sehr locker mit ihnen, was die lockere, aber nicht unbeschwerte Stimmung der Songs auch in den Pausen aufrecht erhält. Manchmal droht diese Stimmung im Publikum – den Gesichtern nach – in Langeweile umzuschlagen, aber dann wird auch wieder mitgeklatscht und mitgesungen. Julian le Play gibt sich Mühe, die Menschen zu animieren und brigt sie am Ende auch dazu, gleich mehrere verschiedene Melodien anzustimmen.

Die letzten Nummern wirken tiefgründiger und lassen mehr Stimmung aufkommen. Fast alle sind bis zum Ende geblieben und bereuen es jetzt wohl nicht. Natürlich muss dann auch noch eine Zugabe sein, und nach dem wirklich wirklich allerletzten Song strahlt die Band und macht noch ein Abschiedsfoto mit dem zufriedenen Publikum.

Alles in Allem ein sehr „normales“ Konzert: nicht schlecht, aber auch nicht besonders aufregend.

 

Fotos: Christoph Thorwartl, Michael Straub

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