Sommerloch #5: Extrem coole Partys machen, zu denen niemand kommt

Sommerloch #5: Extrem coole Partys machen, zu denen niemand kommt

Es gibt ja eine ganz einfache Möglichkeit, den Umstand zu ändern, dass im Sommer oft nichts los ist: Selbst was veranstalten. Sommerpartys für Ambitionierte.

Was gibt es tolleres als Partys? Mehrmals oder zumindest einmal in der Woche sollte so ein Event schon machbar sein, vor allem wenn man nichts Besseres zu tun hat. Es darf aber dann auch nicht irgendwas sein. Von der Location über Musik und Motto bis hin zu Drinks und Essen will alles überlegt sein. Und vor allem, ganz wichtig, der Termin.

Partys am Wochenende machen ja alle, also am besten etwas unter der Woche planen. Warum? Einfach so, weil’s geht. Da wären dann Dinge wie die Montagsmuffelparty, die Mittwochs-Wochenteilerparty oder die Dienstags-Dingsda-Party. Und am besten schon nachmittags anfangen. Oder noch besser: Morgens. Frühstücks-Partys werden ja ganz klar unterschätzt.

Beim Ort muss es auch etwas Außergewöhnliches sein, zumindest ein bisschen. Das Einfamilienhaus auf dem Land geht gerade noch. Das Wochenendhaus gibt schon mehr her. Die Berghütte oder der Gebirgssee machen das Ganze dann richtig spannend. Eine abgelegene Wiese oder ein kleiner Flussstrand lassen sich aber auch ganz gut verwenden. Wichtig ist nur, dass alle Gäste auch einen ausreichend langen Anfahrtsweg in Kauf nehmen müssen, um euer Event auch wirklich speziell zu machen. Anfahrtsbeschreibungen dürft ihr ruhig kurz und etwas ungenau halten („in den ort, dann hoch und oben rechts“). So wird auch schon die Anfahrt zum Erlebnis.

Auch beim Motto dürft ihr kreativ sein. Sommerhit-Beach-Partys sind nicht gerade das, nach dem sich die Leute gesehnt haben. Probiert doch stattdessen einmal „Apres-Ski“ oder auch Kostümpartys. Poolpartys bieten sich immer dann an, wenn Wasser in der Nähe ist, aber erst am Bergsee werden sie das richtig große Ding. Bad-Taste-Partys machen sich hin und wieder auch ganz gut, sollten aber nur bei akuter Ideenlosigkeit eure erste Wahl sein. Ein wirklich „heißer“ Tipp ist auch eine klassische Sommerhit-Party, die dadurch aufgepeppt wird, dass ihr Glühwein ausschenkt – speziell für kühlere Sommertage geeignet, aber auch für die wirklich heißen, nach dem Motto: Heißer geht’s eh nicht mehr. Hauben, Handschuhe und Anoraks lassen dann schnell das Winter-Feeling aufkommen, mit dem sich die Hitze aushalten lässt.

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Und natürlich dürfen auch nicht alle einfach von der Party wissen. Einladungen einen Monat und länger im Voraus machen doch alle. Die Party wird natürlich spontan angekündigt, frühestens drei Tage vorher – und am besten auch nicht öffentlich. Gut geeignet sind auch indirekte Einladungen, wie zum Beispiel mit dem Facebook-Post „hey leute, in drei tagen, ihr wisst schon. wenn nicht, mir schreiben. voll cooles ding.“. So kommen nur die Leute, die sich wirklich für eure Party interessieren. Und das Beste: Ihr könnt die Gäste vorher nie voraussagen. Die Party wird so auch für euch selbst zur Überraschung.

Mit den richtigen Vorbereitungen ist ein außergewöhnliches Erlebnis eigentlich garantiert. Sollten wider Erwarten wirklich gar keine Leute kommen, könnt ihr ja auch noch ganz spontan das Motto ändern auf „Naja, was soll’s, dann betrinke ich mich eben alleine“.

Fotos: Bernhard Grabner (Artikelbild, cc-Lizenz), Lis Bokt (cc-Lizenz)

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