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Parov Stelar: Eine Spur österreichischer Jazz-Swing-Elektropop-Mix gefällig?

Parov Stelar: Eine Spur österreichischer Jazz-Swing-Elektropop-Mix gefällig?

Dann ist Parov Stelar wohl genau der Richtige. Der weltberühmte, einzigartige Markus Füreder, alias Parov Stelar, ist unglaubwürdigerweise in den meisten Nationen bekannter als bei uns in Österreich. Der gebürtige Linzer, der seinerzeit als Grafiker tätig war, gründete 2003 schlussendlich sein eigenes Label „Etage Noir Recordings“. Bereits ein Jahr später schaffte er mit seiner ersten richtigen EP „KissKiss“, erstmals unter seinem Künstlernamen Parov Stelar, den internationalen Durchbruch und mischt sich seitdem in die Herzen der großen, weiten Welt.

Sein Debutalbum „Rough Cuts“ war der Anfang einer großartigen Karriere, bei der noch lang kein Ende in Sicht ist. 2005 trat Parov Stelar zum ersten Mal mit Liveband auf. Das berühmte „Parov Stelar Trio“ bestehend aus ihm, Jerry Di Monza und Max The Sax, tourte 2012 durch den USA mit Stopps in New York, Los Angeles und San Francisco. Sein wohl bekanntester Hit ist „The Princess“, welcher 2012 erstmals im Rahmen seines gleichnamigen Albums veröffentlicht wurde und sofort den Gefallen des internationalen Publikums fand.

Parov Stelar lässt sich nicht viel von speziellen Musikern und Musikrichtungen beeinflussen. Sicher gibt es für jeden Musiker gewisse Inspirationen, doch musikalisch ist Parov Stelar offen für (fast) alles. Das Erfinden neuer Klänge fällt ihm nicht schwer. Durch seine Zusammenarbeit mit internationalen Stars wie z.B. mit dem amerikanischen Rapper Blaktronics, Lana Del Rey oder mit heimischen Sängerinnen Yola B und Lilja Bloom erweiterte er sein kreatives, musikalisches Umfeld und somit seine Werke noch mehr.

Trotz seinem eigenen Label sind die Top-Platzierungen in den internationalen Download-Charts für ihn so gut wie sicher. Seine größten Erfolge erlangte er bisher in Griechenland und Osteuropa, wo er schon fast wie ein Weltstar angehimmelt wird und nicht auf die Straße gehen kann, ohne erkannt zu werden.

Beim Amadeus Award 2012 wurde er in der Kategorie Best Electronic/Dance ausgezeichnet. Ein Jahr später wurde Parov Stelar für den Wettbewerb in drei Kategorien nominiert und erhielt als Dreifach-Sieger die Trophäen für das „Album des Jahres“ The Princess und wurde mit den Musikern seiner Band und seines Trios als Best Live Act sowie in der Kategorie Best Electronic/Dance ausgezeichnet.

Aktuell hat sich Parov Stelar für die Veröffentlichung eines Best-Of-Albums schwer ins Zeug gelegt. Mit dem Titel „The Art Of Sampling“ vereint er nicht nur alle seine bekannten Hits, sondern auch vier brandneue Songs.

Einer der vier neuen Tracks ist Keep On Dancing. Dies ist ein Remix des Hits von Marvin Gaye „Got To Give It Up“, der erstmals 1977 veröffentlicht wurde. Die anderen drei neuen Songs beinhalten viele neue Einflüsse aus den verschiedensten Musikrichtungen, kehren aber doch immer wieder zurück zu Parov Stelars Grundidee: dem Elektroswing

Für Fans des Elektroswings und für diese Menschen, die gerne altes und neues vereint hören, ist das neue Album  ein absolutes Muss. Die altbekannten Songs sind ein bunter Mix aus Discohits, sowie aus Chill-Out-Nummern. Das Cover der CD ist sogleich einfach und elegant. Es spricht einen sofort an und lässt einen gleichzeitig wissen, dass es diesem Musiker doch nur um die Musik geht. Also an alle Parov Stelar Fans: zögert nicht lange, geht in den nächsten Laden und holt euch das neue Album, denn es lässt wahrlich keine Wünsche offen.

Parov Stelar schaffte es als erster und einziger österreichischer Musiker, die Vergangenheit wieder zur Gegenwart werden zu lassen. Mit diesem kreativen Mix aus Jazz, Swing, Elektro, House und Downbeat lässt er die goldener 20er Jahre wieder aufleben.

Solche Art von Musik lässt einfach niemanden kalt. Wenn man Parov Stelars Musik hört, kann man nicht anders, man muss fast aufspringen und dazu tanzen. Parov Stelar gehört wohl zu der Art von Musikern, die nur eines im Sinne haben: die Menschen glücklich zu machen, indem man den Mainstream verwirft und neue Sparten der Musik entdeckt, denn eines kann man mit Sicherheit sagen: Man hat nirgendwo anders so viele verschiedenen Möglichkeiten wie in der Musik. Das wissen offenbar viele Musiker nicht, aber Parov Stelar weiß es, denn er hat eine neue Musikrichtung geboren: den Elektroswing.

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Liebt Gitarre. Spielt Gitarre. Studiert Gitarre. Mag Musik, mag Theater und mag Bücher.

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