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Mit 19 Jahren wird der alternative Radiosender des ORF nun ein bisschen erwachsener. Also wurde zum Geburtstag heuer mal in die Ottakringerbrauerei zur großen WG-Party geladen.  Mit Gästen aus knapp zwei Jahrzehnten des Senderlebens – von König Leopold über Ja Panik bis zu Fettes Brot und The Notwist.

Wenn mans durch den Garten in den Keller und dann über viele Treppen rauf ins Wohnzimmer geschafft hatte wollte man dort erst mal nicht so schnell wieder weg. Das neue Ambiente hat Industrial-Charme und bietet unzähligen feiernden Platz.

Außerdem stand schon relativ früh Ja Panik am Programm. Die haben bereits vor Jahren Wien den Rücken gekehrt und kamen nun als Wahl-Berliner wieder nach Österreich um ihr bald erscheinendes viertes Album „Libertatia“ vorzustellen. Wie’s um den Erfolg von Herrn Spechtel und Co. gerade steht hat Karl Fluch im Standard ja schon hinlänglich kommentiert, kurz „Viel Feind, viel Ehr„. Die BesucherInnen blieben beim Konzert allerdings auffallend ruhig und gingen nur bei den alten Nummern und der bereits bekannten Single „Libertatia“ mit. Auch „A.C.A.B. – All Cats Are Beautiful“ wurde mit schmunzeln aufgenommen. An der Performance müssen die Herren nach zwei Jahren Pause wieder arbeiten, aufs Album bin ich trotzdem gespannt.

Der Weg zurück in den Keller wurde dann schwieriger als erwartet, war ich doch nicht der einzige der mal zur andren Bühne wechseln wollte. Irgendwann ist auch die größte Loaction voll, aber mit den unterschiedlichen Auf- und Abgängen hat das Security-Team schon Erfahrung und schleust die Partybesucher gekonnt aneinander vorbei. Unten angekommen spielen gerade die Caged Animals aus Brooklyn und irgendwie ging dann alles Schlag auf Schlag, überall Leute und gute Stimmung. Die Hidden Cameras, nach 2013 am Linzfest diesmal ohne Chor, aber noch immer großartig bringen auch in „kleiner“ Besetzung ihre Songs kraftvoll rüber. Kurz darauf starteten gleichzeitig König Leopold und SOHN, teilen müsste man sich können.

Zur Überraschung gab’s dann um 1:00 Uhr besondere Gäste. Während im Wohnzimmer Herr Hermes das Publikum eher etwas verstörte (was man so gehört hat) waren im Keller Fettes Brot als DJ-Team am Werken und sprengten fast die kleine Bühne. Auch im Badezimmer, wo Audiolith als Hosts fungierten, solls rund gegangen sein. Aber man kann ja nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Auffällig war auch, dass ob der neuen wintertauglicheren Location mehr HörerInnen der ersten Stunde im Publikum mitfeierten – die damals wohl schon Anfang dreißig waren. Wer lang genug durchhielt wurde später noch mit The Notwist belohnt (und für die Jüngeren gabs die Blood Red Shoes).

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Ich bin online und offline unterwegs, mit Kamera, offenen Augen und Ohren. Beteiligt an unzähligen (Web-)Projekten, großen und kleinen Initiativen und Vereinen.

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