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Konkord Labelnight @ Posthof

Konkord Labelnight @ Posthof

Eine wahrlich angenehme und doch abwechslungsreiche Mischung aus ruhigen Balladen und klassischem Rock´n´Roll konnte das Wiener Label Konkord mit The Tangerine Turnpikes, The Base, sowie Bo Candy & His Broken Hearts in den Linzer Posthof bringen. Schade, dass nur wenige der Einladung folgten – und der Abend bei nicht mal annähernd halb gefülltem mittleren Saal über die Bühne ging.

Dabei lag es mit Sicherheit nicht an der Qualität der Musik. Gleich die Tangerine Turnpikes, die den ersten Slot besetzten, konnten mir ihren sehr eingängigen und tanzbaren Songs einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Authentischer Rock´n´Roll, der längst nicht so verstaubt klingt, wie er angesichts seines Alters klingen sollte, zog sich durch die Show des Salzburger Trios – ihnen hätte man vermutlich auch noch Schellacks abkaufen können. Zumindest auf Vinyl war deren Album „Transmission Tiffany“ dann aber auch erhältlich.

Nicht minder qualitativ zeigte sich auch die zweite Band des Abends – The Base aus Wien. Von der Kleinen Zeitung als „ewiger musikalischer Geheimtipp Österreichs“ bezeichnet, stellten sie vor allem Songs ihres kürzlich erschienen Zweitalbums „Secret Second Thoughts“ vor. Anders als bei den Vorgänger zog sich eine angenehme Ruhe durch das Set, hier stellte sich erstmals der Wunsch nach Sitzplätzen ein, welchem einige Besucher gleich nachkamen und sich Teile des Sets auf dem Boden sitzend anhörten. Platz war ja leider genug.

Die nach beinahe zwei Stunden schon verständlich müden Glieder brachten Bo Candy & His Broken Hearts wieder in Bewegung. Mittlerweile schon kein Geheimtipp mehr, releasten auch sie kürzlich eine neue Platte deren Besonderheit (natürlich neben der Musik) ist, dass sie komplett analog aufgenommen wurde.

Auf der Bühne zeigte das Quintett rund um Sänger und Keyboarder Thomas Pronai vor allem eines: Vielseitigkeit. Nicht nur Tanzfreudige kamen auf ihre Kosten, auch herzzerreißende Balladen konnten von den Burgenländern aufgeboten werden – das alles ebenfalls mit einem Retrocharme, der an Authentizität seinesgleichen sucht.

Gute Musik zu machen ist die eine Sache. Publikum dafür zu finden die andere. Manchmal stimmt einfach das Wetter nicht, oder Helene Fischer ist in der Stadt. Und hin und wieder hat man schlicht und einfach Pech. Die Bands ließen sich zum Glück nichts anmerken und zeigten trotz der vielen Freiräume im Saal vollen Einsatz. Auf ein weiteres Mal!

Foto: Michael Straub (Archivbild)

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