Fast schon traditionell fand auch heuer das Sommerfest in der FH Hagenberg statt. Ebenso traditionell dazu gesellte sich das Wetter – die Sonne schien wieder einmal in Strömen. Sommerfesterprobte Besucher ließen es sich dennoch nicht nehmen, das eine (oder auch das andere) Bierchen zu trinken und einem abwechslungsreichen Lineup zu lauschen.

Gummistiefel und Regenjacke gehören ja schon seit Jahren zur Standardausrüstung aller Sommerfest-Besucher. Genauso wie die Big Band, bestehend aus Studierenden der FH Hagenberg, den musikalischen Auftakt des Festes einleitete. Klassiker wie „Lady Marmalade“ wurden gespielt, und jeder, der sich zu diesem Zeitpunkt traute, vor die Bühne zu schwimmen, wurde persönlich begrüßt.

Die erste „externe“ Band bestand danach aus den „Phones“. Die Truppe aus Freistadt verbindet Punkrock mit deutschen Texten, und nicht zuletzt deswegen fühlt man sich in vergangene Tage erinnert, als Punkrock noch „angesagt“ war. Thumbs up!

In eine ganz andere Kerbe schlugen danach die Jungs von Luna Rise. Sänger Chris Divine, selbst Student an der FH Hagenberg, und seine Band präsentierten neben alten Nummern auch Vorboten ihres bald erscheinenden Albums. Gelungener Ausflug in den Melodic Rock, wo auch gerne das Cover „Dancing with tears in my eyes“ verziehen wird.

Bereits bekannt aus dem Vorjahr waren die Grazer Gäste von „Pirates on a Boat of Love“. Straighter Rock, stark abdriftend in den Electro-Bereich. Kling eingänglich? Ist es auch. Und noch dazu extrem tanzbar, wie sie in Hagenberg einmal mehr bewiesen. Wenngleich das alles doch etwas zu überproduziert klingt. Macht aber nix – abgehen kann man dazu trotzdem!

Headliner des Abends waren Erwin & Edwin. Der Beweis dafür, dass die Band nicht auf der musikalischen Nudlsuppn dahergeschwommen ist, wurde eindrucksvoll erbracht. Oder, wie es ein Besucher ausdrückte: Parov Stelar mit mehr Druck dahinter. Geht live ab wie Sau. Nebenbei sehr erfrischend auch die Musiker selbst, die immer mit einem gewissen Augenzwinkern bei der Sache sind.

Wer danach noch Energien übrig hatte, konnte danach bei den „DJs für eine bessere Welt“ mit Egotronic & Co abshaken. Oder, wie sie es ausdrücken, „kaputt tanzen“. Immer wieder gerne, und vielleicht nächstes Mal ohne dem Motto „Land unter“!

Foto: Christoph Thorwartl

Kommentare

Kommentare werden geladen...