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Lautstark! 2014 – das Finale

Lautstark! 2014 – das Finale

Der etwas andere Bandcontest Lautstark!, veranstaltet durch den Linzer Posthof, Life Radio und den Oberösterreichischen Nachrichten, fand am Freitagabend im Linzer Posthof sein Ende. Die fünf Bestplazierten, die sich im Mix aus Jury- und Fanvoting durchsetzen konnten, spielten das Abschlusskonzert im Posthof. Ein bunter Stilmix mit einigen Überraschungen.

Zumindest in Linz bereits bestens bekannt sind Gospel Dating Service. Auch beim Lautstark!-Finale, das bei sommerlichen Temperaturen draußen es naturgemäß schwer hatte, einen großen Konzertsaal zu füllen, konnten sie als erste Band überzeugen. Der schon einmal erwähnte unverwechselbare Gesang funktioniert auch in großen Hallen tadellos.

Danach gab es für all jene, die es nicht vorzogen, Sonne zu tanken, Hip-Hop auf die Ohren. Jilly hieß der Interpret, der mittlerweile nicht mehr auf Solopfaden, sondern mit einem neuen Projekt namens „Super Smash Brothaz“ unterwegs ist. Über den Namen kann man streiten – über die Musik sicher auch. Durchaus ansprechende Texte treffen da auf Beats, die sicher nicht jedermanns Sache sind.

Weiter ging es danach mit den Bent Arrows. Mein Kollege Dominik Leitner hat – natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern –  über das Cler-Debutalbum geschrieben, dass österreichische Musik immer dann am besten klinge, wenn man nicht weiß, dass sie aus Österreich komme. Ein Paradebeispiel dafür sind die Bent Arrows. Folk-Pop in, man spare hier nicht an Superlativen, Perfektion. Ein Duett, das sich perfekt ergänzt. Man gerät ins Schwärmen. Unbedingte Empfehlung!

Eine ebensolche Empfehlung waren danach „Eugene The Cat“. Stilistisch _sehr_ ähnlich zu Parov Stelar, könnten sie genauso gut auf Etage Noir veröffentlichen. Vielleicht tun sie das auch bald. Extrem tanzbare Musik, die um eine gut dazupassende Stimme ergänzt wird und auf jedem Konzert für schweißgebadete Zuschauer sorgen wird!

Den Abschluss des Abends boten die Siegerinnen des Lautstark-Contests, H.A.N.S. Es ist wahrlich schwer in Worte zu fassen, was da passierte. Ausgestopfte Eichhörnchen treffen auf Taucherbrillen und Kuchenformen. Klingt schräg? Ist es auch. Eher als Performance denn als Band zu verstehen, ist H.A.N.S. sicher eine einmalige Erfahrung, auf die man sich aber einlassen muss. Kann man das, wird man sicher Spaß daran haben. Kann man es nicht, wirkt es sicher verstörend. Man darf auf das nächste Jahr gespannt sein!

Foto: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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