Ein Montagskonzert? Der Klaxons-Auftritt am 24. November in der Arena war keiner dieser Abende, die lange in Erinnerung bleiben. Aber das muss nicht unbedingt die Schuld der Band sein.

Als Opener traten Fenech Soler auf, die einen überraschend energiegeladenen Auftakt hinlegten. Fast hätten das Publikum zu tanzen begonnen – aber ein bisschen früh war es schon noch. Dennoch gab die Band alles und war dabei richtig gut, von der ausbleibenden Reaktion des Publikums ließen sie sich  nicht beeindrucken. Die Songs selbst lagen leider nicht alle über dem Mittelmaß, und die einfallslose Lichtshow (Vorband eben) konnte da auch nichts mehr retten.

Klaxons boten dann mehr Lichtspektakel und ein eindrucksvolles, ganz in weiß gehaltenes Bühnenbild samt passender Kostüme. Was die Band sonst ablieferte, sah nach business as usual aus. Nicht schlecht, wirklich nicht schlecht. Aber so ganz wollte der Funke nicht überspringen. Gut, das Publikum war auch nicht gerade bestens gelaunt. Die Leute schienen eher noch in Montagsstimmung zu sein, ein bisschen träge. Als Klaxons dann bekanntere Nummern spielten, wurde aber brav mitgesungen, bei „Gravity’s Rainbow“ gingen viele Hände in die Luft. Vielleicht hätte die Band noch mehr Tamtam auf der Bühne machen können, aber das ist eben nicht ihre Art. Auch wenn für das neue Album „Love Frequency“ wieder eine andere Richtung eingeschlagen wurde, hat das die Liveshow wenig verändert. So konnten dafür die ruhigeren Nummern ihre volle Wirkung entfalten. Bei der Zugabe tanzte dann zumindest die Hälfte des Publikums, Klaxons hatten sich einige der schönsten Songs für den Schluss aufgehoben. Nach einer Stunde und 15 Minuten war es dann aber endgültig vorbei. Einmal noch wurde applaudiert, die verzweifelten Rufe nach einer weiteren Zugabe blieben aus.

Fazit: Nett, aber es gibt sicher bessere Klaxons-Konzerte. Schieben wir’s auf den Montag.

 

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