Shake Shake mit „The Subways“ im Posthof

The Subways rockten am Dienstag den großen Saal im Posthof. Als Support startete die texanische Band „Purple“, die sich fast als mittlere Katastrophe entpuppte. Charmant wurde der Abend von „The Subways“ gerettet und wurde doch noch zu einem Erfolg.

Die Supportband „Purple“ begrüßte das Linzer Publikum mit einem überschwänglichen „Howdy aus Texas“. Drummerin und Sängerin Hanna Brewer schockierte nicht nur durch ihre etwas überzogene Performance hinter dem Schlagzeug, sondern schaffte es mit ihrer knappen neonfarbenen Bekleidung, alle Blicke – freiwillig oder unfreiwillig – auf sich zu richten. Mit der Aussage des Gitarristen „We are so horny now“ sprach er wahrscheinlich auch für einen kleinen Teil des Publikums, die wohl eher die äußerliche als die musikalische Performance beurteilten. Nach einer Dreiviertelstunde war der ganze Spuk vorbei und es bleibt nur zu sagen – üben kommt besser an, als sich halb auszuziehen.

The Subways retteten dann doch noch den Abend – nicht umsonst werden sie als eine der besten Livebands rund um den Globus gefeiert. Und man besuchte das Konzert auch nicht wegen „Purple“, sondern wegen dem Trio aus Großbritannien.

Wer die drei schon öfters erlebt hat, bemerkt schon bei den ersten Takten des Songs „We don´t need money to have a good time“ einige Änderungen – mal abgesehen von der Haarfarbenänderung von Charlotte. Billies Bruder und Schlagzeuger Josh konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mit auf die Tour und wurde von einem engen Freund der Band ersetzt. Ryan Jenkinson ist aber auch kein Schlechter – seine Drumming-Vita kann sich sehen lassen.  Also auch ohne wallendem Haar hinter dem Schlagzeug ging die Show gut über die Bühne.

Aber auch die Setliste wurde geändert. Da fand man neben den alten „Klassikern“ auch neue Songs der aktuellen Platte „The Subways“. Wie zum Beispiel „I’m in love“, „We get around“ oder „Dirty Muddy Paws“. Wenn auch die neuen Sachen vom Linzer Publikum gut angenommen worden, so ist das kein Vergleich zu den alten. Spätestens beim dritten Song „Shake Shake“ war der große Saal komplett in Tanzlaune.

Zwischen den Liedern trumpfen die Briten mit ihrem – selbsterlernten – Deutsch auf, auch während der Songs wurden immer wieder Strophen übersetzt und auf Deutsch präsentiert. Wie auch im bekanntesten Song „Rock’n’Roll Queen“, der ebenfalls in dieser Version performt wurde.

Da Zugaberufe meist nur Zeit verplempern blieb die Band mit Einvernehmen des Publikums auf der Bühne und spielt statt der normalen „Drei-Songs-Zugabe “ einen vierten Song gleich hinten dran. Beim Letzten gab das Trio noch mal alles: „It’s a Party“ war nicht nur der letzte Songtitel, sondern auch das Motto der letzten Minuten. Von Stagedivern bis zu Ananaskronen war alles vertreten. Verschwitzt aber glücklich verließen die rund 900 Besucher dann nach fast zwei Stunden Party den Posthof.

Fotos: Christoph Thorwartl


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