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Ein Achterl in Ehren….

Ein Achterl in Ehren….

…. kann niemand verwehren. So ein bekanntes – berechtigtes – Sprichwort. Wenn dann gleich fünf von diesen Achterln auf der Bühne stehen, dann ist also ein guter Konzertabend fast vorprogrammiert. So auch vergangenen Mittwochabend im Linzer Posthof – 5/8erl in Ehr’n luden da nämlich vor ihrer anstehenden halbjährlichen Konzertpause noch mal zum musikalischen Heurigenbesuch der Extraklasse.

Zugegeben, wer die Show der 5/8erl in Ehr’n schon mal gesehen hat, hat nicht viel Neues mitbekommen. Macht aber nichts  – Bobby Slivovsky und Max Gaier wissen einfach, wie man ironisch, aber gekonnt durch einen Konzertabend führt. Egal, ob man mit ihnen noch auf a „Siaße Tschick“ geht, ob man ihnen am Würstelstand lauscht, ob man mit ihnen gemeinsam David Alaba fragt, wie es ihm denn wirklich gehe, man fühlt sich einfach „daheim“. Politische Statements natürlich inklusive. Auch wenn der anscheinend durch den Konzertsaal gehende „Hauch von Sozialdemokratie“, wie Bobby Slivovsky zu einem Besucher meinte, dann doch nicht flächendeckend spürbar war. Gegen den Akademikerball wurde dann trotzdem gesungen. Die quasi nicht vorhandene Pause – um ja das Publikum nicht zu verschrecken – wurde mit frenetischen Zugaberufen beendet, und die guten Achterl ließen es sich natürlich auch nicht nehmen, mehr als die obligatorischen zwei Zugabe-Nummern zu spielen. Eines steht fest: definitiv einer der der besten Weine, die die österreichische Musiklandschaft zu bieten hat. Man freut sich schon auf den nächsten Jahrgang!

Foto: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eishockeyfan. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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