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Heißer Wüstensound in Linz: Stoner / Desertrock – Abend in der KAPU

Heißer Wüstensound in Linz: Stoner / Desertrock – Abend in der KAPU

Atmosphärisch und Psychedelisch, Heavy und vor allem richtig, richtig laut: So präsentierten sich die Bands Rotor und Savanah am Freitag in der KAPU Linz. Vor einer Vielzahl an Konzertbesuchern hatten die beiden Gruppen die Chance, auch dem Linzer Publikum zu zeigen, was in ihnen steckt.

Den Anfang machten Savanah, ein noch relativ junges Grazer Stoner Rock Trio. Die drei Jungs ließen einem mit meditativen Passagen und harten, schwer groovenden Parts den Wüstenwind um die Ohren wehen. Die 2014 gegründete Band konnte bei herausragendem Sound alle Facetten ihrer Musik perfekt vermitteln. An dieser Stelle ein großes Lob an den Tontechniker, der seine Arbeit wirklich hervorragend machte. Mit im Gepäck hatte die Gruppe einen neuen Tonträger, der sich Deep Shades nennt und seit Juli erhältlich ist. Dieser ließ sich perfekt live umsetzen und die Band lieferte eine makellose Performance. Auch wenn die Songs teilweise ein wenig überladen wirkten und man vielleicht das eine oder andere Gitarrensolo weglassen hätte können, erwies sich das Gesamtpaket als stimmig und als perfekten Opener für einen gelungenen Konzertabend.

Nach dem etwa 40 – minütigen Set der Vorgruppe und einer halben Stunde Umbauzeit erschienen Rotor aus Berlin auf der Bühne. Die vier Musiker haben sich schon längst in der Heavyrock – Szene etabliert und hatten ebenfalls ein neues Album am Start. Nachdem noch schnell der Sound gecheckt wurde, ging es energiegeladen los. Kurz nachdem die ersten Akkorde ertönten, füllte sich auch der Publikumsbereich wieder und man konnte beobachten, dass sich die Leute viel mehr zur Musik bewegten als zuvor. Da die Band rein instrumental spielte, und eine zweite Gitarre dabei war, konnte die Gruppe mit komplexeren Riffs und Songstrukturen, sowie einem etwas differenzierteren Klangbild punkten. Natürlich durften auch hier die obligatorischen Fuzz – Effektgeräte nicht fehlen. Zu bemängeln war jedoch, dass teilweise etwas die Abwechslung fehlte, da einzelne Parts etwas zu oft wiederholt wurden. Nichtsdestotrotz feierte das Publikum die meditativen Parts und die Band hatte sich den großen Applaus redlich verdient.

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Redakteur bei subtext.at, Musikfan, aktiver Musiker

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