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BLACK STONE CHERRY: Darf’s ein bisschen Südstaaten-Flair sein?

BLACK STONE CHERRY: Darf’s ein bisschen Südstaaten-Flair sein?

Am Mittwoch waren Black Stone Cherry mit Support Toseland zu Gast im Posthof in Linz und zeigten anhand ihres Auftrittes, dass selbst an kalten Tagen wie diesen ein bisschen Südstaaten-Rock’n’Roll eine hitzige Abwechslung ins bewölkte Linz bringt. 

Da der angekündigte Supportact Theory of a Deadman die Tour kurzfristig absagen mussten, eröffnete pünktlich um 20:00 Uhr Toseland den Konzertabend und zeigten sich schon bei den ersten paar Liedern als würdiger Ersatz. Die Band rund um Sänger und ehemaligen Motorradrennfahrer James Toseland passte musikalisch perfekt zum Hauptact Black Stone Cherry, auch sie brachten mit solidem Hardrock sowie mit herausragender musikalischer Leistung erstmals einen Hauch Südstaatenflair in den halbvollen Posthofsaal und schufen nach und nach langsam Stimmung ins eher zaghafte Publikum. Die Band erwies sich als absoluter Geheimtipp, und punktete nicht nur durch James Toselands großes Stimmvolumen und seinen einzigartigen Gesang, sondern auch durch solide Leistung seitens der restlichen Band sowie durch ihre eingängigen Rocksongs.

Nach einer etwas längeren Pause betraten Black Stone Cherry kurz vor halb 10 die Bühne und eröffneten mit „Me and Mary Jane“, der letzten Singleauskopplung aus ihrem vierten Album „Magic Mountains“, ihre Show, begleitet vom Gesang der Zuschauermenge, welche den Saal nun beinahe komplett füllte. Laut Mitzusingen war aber auch das einzige, was das Publikum während ca. zwei Drittel des Konzertes getan hat, Bewegung war leider kaum vorzufinden und so blieb die Stimmung trotz einer energiegeladenen Show seitens der „Kirschen“ großteils sehr reserviert und zurückhaltend. Diese Zurückhaltung konnte man von der Band nicht behaupten, in gewohntem energetischem Stil zeigten die Hardrocker aus Kentucky, was es heißt, dem kalten Linz richtig einzuheizen. Die Setlist erwies sich als sehr abwechslungsreich, neben  „In Our Dreams“ und noch einigen Songs ihres neuen Albums „Kentucky“, welches im April erscheint, wurden auch diverse Lieder alter Alben quer durch die Diskographie gespielt. Für einen Fan blieben keine Wünsche offen,  rockige Tracks wie „Yeah Man“, „Rain Wizard“ und „Violator Girl“ hielten sich mit ruhigen Liedern wie „In my Blood“ oder dem rein akustischen „What my Father said“ die Waage und sorgten für eine facettenreiche Show, welche gegen Mitte durch ein beeindruckendes Solo des Drummers John Fred Young noch zusätzlich bereichert wurde.

Als Abschluss verabschiedeten sich Black Stone Cherry mit ihrem Hit „Blame it on the Boom Boom“ und schafften es dadurch auch im Publikum endlich Bewegung und Stimmung in die Massen zu bringen. Mit „Lonely Train“ als glorreiche Zugabe verabschiedete sich die Band aus Kentucky endgültig und hinterließ dem Publikum die Erinnerung an einen gelungenen Konzertabend, ganz in Südstaaten-Manier.

Fotos: Andreas Wörister

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Musikliebhaberin | Konzert- und Festivaljunkie | Mediendesigner | Catlady

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