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Ein bärtiger Abend in Freistadt: die Klaumpfn duat Staumpfn!

Ein bärtiger Abend in Freistadt: die Klaumpfn duat Staumpfn!

Beda mit Palme hat zu einer weiteren Ausgabe seiner Veranstaltungsserie „die Klaumpfn duat staumpfn“ eingeladen. Zu Gast waren Adam Barnes und Manuel Normal. Im wunderschönen Salzhof Freistadt boten die bärtigen Herren eine aufregende musikalische Reise von Großbritannien bis hin ins tiefe Mühlviertel.

Mit der neuen S10 ist die Strecke Freistadt – Linz mittlerweile ja keine Halbtagesreise mehr, sondern sozusagen ein Katzensprung . Manche würden sogar soweit gehen und Freistadt als Vorort von Linz bezeichnen. Und dass Freistadt kein „Provinzkaff“ ist, versucht die Localbühne mit ihrem exzellenten Kulturprogramm schon Jahre lang zu beweisen – mit Erfolg (wenn unsere Meinung in der Hinsicht zählt). Letzten Freitag war wieder so ein Moment – bei der Veranstaltung „Die Klaumpfn muas Staumpfn“, kuratiert von Beda mit Palme.

Auch wenn das Konzert in einem sehr intimen Rahmen gehalten wurde und die großen Besucherströme ausbleiben, tat das der wundervollen Musik keinen Abbruch. Besonders der erste „Gastspieler“, Adam Barnes, schaffte es, dass sich sämtliche Nebengespräche einstellten und gebannt der wunderschönen Musik gelauscht wurde – nur die alten quietschenden Bodendielen waren in den kurzen stillen Momenten zu hören. Adam Barnes ein junger Musiker aus Großbritannien, der mit seinem Freund James das Konzert in Freistadt bestritt gestaltete. Er gab neben seinen Liedern auch den berühmten britischen Humor zum Besten – und ja, wir sind gespannt auf die „beste männliche Beyonce-Kopie aus Brighton“. Eine Stunde voll schöner Musik – Musik, die vor lauter Staunen den Mund offen stehen lässt, und wo sich die Augen schließen weil es so schön ist.

Zugegeben, nach so einer Perfomance auf die Bühne zu gehen und mit dem Programm weiter zu machen, kann schon schwer sein. Vor allem wenn die „eigenen“ Lieder in einer ganz anderen Sprache geschrieben wurden und einem ganz anderen Genre angehören. Aber neben einen mittelgroßen Kulturschock gibt es sicher auch noch andere Möglichkeiten, den Spagat zwischen Adam Barnes und Manuel Normal zu schaffen – lieber Beda mit Palme, da muss man nicht von „Red Bull Cola“ und „Toiletten“ singen. Ausgestattet mit einer akustischen Gitarre betrat Manuel Normal die Bühne – alleine. Quer durch die Diskographie wurden seine Lieder akustisch zum Besten gegeben. Von „Gebrüder Grimm“ bis „Treibsaun(d)“ war (fast) alles vertreten. Seine neueste Nummer „Liftwart“ fehlte noch, um das Set komplett zu machen. So ging ein schöner Abend im (Vor-)Städtchen Freistadt zu Ende. Wir freuen uns schon auf die kommende Konzertsaison, was laut dem Programm sehr vielversprechend sein wird.

Foto: Christoph Thorwartl

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Konzerte - Filme - Bücher - Musik - Kunst // Studentin - Veranstalterin - Redakteurin - Fotografin

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