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Borg Linz Sounds 2016: Qualitativer Abend Nr. 2

Borg Linz Sounds 2016: Qualitativer Abend Nr. 2

Nach Part Eins im Februar folgten nun noch die verbleibenden beiden Klassen, um ihr Abschlusswerk im Posthof Linz dem Publikum zu präsentieren. Und wie bereits damals gilt – leider etwas wenig abwechslungsreich, aber technisch und qualitativ ausgezeichnet, auch wenn es eine kleine Genreverwirrung gab.

Wie vor zwei Monaten war der mittlere Saal wieder gut gefüllt und alle Altersklassen waren vertreten. Im Endeffekt gibt es dann auch wenig Neues im Vergleich zu damals zu berichten. Die Songs waren leider wieder nur auf Deutsch – auch wenn dieses Mal zu meiner Freude auch Dialekt dargeboten wurde. Und auch bei den Genres wurde sich etwas weiter in die Breite bewegt als damals. Zumindest gab es öfters Rock, anstatt Pop-Rock zu genießen. Stimmlich lag die erste der beiden Gruppen etwas vorne – da war einfach mehr Kraft dahinter. Instrumental hätte ich mir etwas mehr Mut bei den Schlagzeugern gewünscht, denn die gingen gemeinsam mit den Trommeln doch etwas stark unter. Es darf also ruhig etwas mehr auf die Drums und Toms gehämmert werden. Aber alles Kleinigkeiten und nichts, was den sehr positiven Gesamteindruck großartig schmälert. Eines dagegen muss ich dann doch kritisieren. Wenn man ein Lied ankündigt und es als ursprüngliches Hip-Hop-Lied beschreibt, das jetzt ein Punk-Song sei, dann hat man eine gewisse Erwartungshaltung. Schnelle Gitarren und ein intensives Schlagzeug, aber keinen Pop-Rock. Liebe Schüler, mit Punkrock hatte der Song ungefähr so viel zu tun, wie Metallica mit Justin Bieber. Das tut meiner alten Punk-Seele dann doch weh.

Weil man aber immer mit einem positiven Satz enden sollte, die Idee mit den Münzen und mit den Leuchtsticks war schön und sehr erfrischend. Gerne mehr davon. Und achja, kleiner Nachsatz an die Schulleitung: lasst eure zukünftigen Ensemblemitglieder und Bandgründer endlich mal Texte auf Englisch oder anderen Sprachen als Deutsch performen. Dieser Schreiberling würde es euch danken ;)

Fotos: Andreas Wörister (Slihs Photography), Christoph Thorwartl

 

 

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Musikliebhaber, Festivalreisender, Konzertsüchtig, Vinylnerd, Photograph, Konzertveranstalter, Linz-Liebhaber

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