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Seraphim: Debris

Seraphim: Debris

Ja, der EP-Release ist schon etwas her. Aber hörenswert ist die neue Platte der Band Seraphim immer noch –  oder jetzt, wo der Sommer kommt, vielleicht noch viel mehr. „Debris“ – einzigartig und schön!

Zugegeben, brandneu ist die EP nicht mehr. Aber meiner Meinung auch noch nicht zu alt, um nicht etwas über dieses kleine Meisterwerk zu schreiben. Vier Songs umfasst die EP „Debris“ von Seraphim – und jeder davon ist definitiv hörenswert. Warum die Platte „Debris“ (Überbleibsel, Rest) heißt, kann ich mir nicht erklären – wäre schon fast eine Interviewfrage wert.

Beginnen wir mit dem ersten Song auf der Platte, „Ilvy“ – und ja, der Name ist derselbe der kleinen, fröhlichen Freundin von Wickie. Der Song beginnt sehr reduziert und es steht der Rhythmus klar im Vordergrund. Erst nach der ersten halben Minute setzen die Gitarren ein – anders und erfrischend. Auch wenn „You can´t change the world today“ für viele Weltverbesserer wie ein schwerer Schlag in die Magengegend wirken muss, so ist der Song textlich gesehen trotzdem sehr gut – trotz der ernüchternden Zeilen. Zu dem Song gibt es auch ein Video – mit unseren Redakteurin Lena Laban mal in anderen Gewässern.

„We are venom“ – Gift für die Nacht, so wie Sänger Gregor Ollmann in die Mikros singt. Ein Song, der beim ersten Hinhören schon fast fröhlich klingt. Konzentriert man sich mehr auf den Text, so wird schnell klar, dass der erste Eindruck oft trügt. Ein starkes Lied hinterlegt mit kräftigen Beats. Für mich klingt „Way back away“ fast schon wie ein Liebeslied, aber nicht eines der Kategorie „Kuschelrock“. In dem Song findet man (Gottseidank!) keine sanften, lieblichen, verspielten Klänge, die eine 0815-Schnulze auszeichnen. Hier wird über zwei Menschen gesungen, die sich die geliebt, aber auseinander gelebt haben. Ein Lied über die schönen Zeiten, und wie es sein könnte, wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre.

„Hey You!“ die erste Zeile des letzten Liedes „Artefacts“ spricht einen direkt an. Hier wird noch einmal eines drauf gelegt. Energiegeladen und voller stimmigen Beats und schönen Vocals schließt die EP ab.
seraphim vresh acoustic

Seraphim sind eine Band, die es schon länger gibt, und die es schon lange verdient hat, auf den großen Bühnen der Welt zu spielen. Warum das immer noch nicht der Fall ist, kann ich leider nicht beantworten, aber ich hoffe, dass mit dieser EP der Stein ins Rollen kommt, und sie endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie schon lange verdient haben.

Seraphim „Debris“ EP

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