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Sergio Mendoza: Mambo, willkommen im Jahr 2016!

Sergio Mendoza: Mambo, willkommen im Jahr 2016!

Eine wahre Genrevielfalt bei nur zwei Bands durfte man am Donnerstagabend im Linzer Posthof bewundern. Einer von Calexico’s finest, Sergio Mendoza, stand gemeinsam mit dem Orkesta Mendoza auf der Konzertbühne. Weit mehr als nur ein Side-Project!

Support an diesem Abend kam von „The Groovecake Factory“. Hier muss ich etwas weiter ausholen. Nach ihrem Auftritt im Rahmen des Lautstark!-Musikcontest, wo unser Redakteur nicht wirklich begeistert war, war es wieder mal soweit: unseren Posteingang erreichten Mails, deren Inhalte und Anschuldigungen alles andere als druckreif sind. Soll sein. Aber man gibt einer Band ja gerne eine zweite Chance, so auch am Donnerstag im mittleren Saal des Linzer Posthofes. Nach dem Stil gefragt, kann man „The Groovecake Factory“ relativ schnell einordnen. Man nehme Johnny Cash und June Carter, macht beide wieder zu Anfangzwanzigern, und voila: fertig ist die Country-Band. Durchaus bemüht, als Zugabe auch ein „Jackson“-Cover, dazwischen ambitionierte Versuche, auf der Country-Rock-Bühne zu tanzen. Mangels echter Alternativen in Österreich darf man das dann auch als gelungen bezeichnen. Auch wenn die Begeisterung bei einigen der gut 200 Besuchern jetzt nicht überströmend war.

Ganz im Gegenteil zu Sergio Mendoza. Nicht nur mit Calexico überaus erfolgreich, ist Sergio Mendoza samt Orchester ein Garant für gelungene Liveshows. Natürlich sind die Einflüsse aus Rumba, Mambo und Co nicht zu verleugnen – es werden aber auch einige Elemente aus anderen Genres eingebunden. „Sergio Mendoza Y La Orkesta“ ist die aktuelle Platte der Combo mit Wurzeln in Tucson, und kommt vor allem live wie ein richtiges Brett daher. Die Herren auf der Bühne scheinen daran ebenfalls Spaß zu haben – eine Special Mention muss an dieser Stelle an Salvador Duran ausgesprochen werden. Ein Outfit, das in die 80er-Disco genauso gut passen würde wie in den Linzer Posthof 2016, und Tanzmoves, die auch nur bei ihm nicht lächerlich aussehen können. Wenn man die Gelegenheit hat, sich das live ansehen zu können: tun Sie es!

Foto: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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