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Texta: eh nu immer ois ok, mama!

Texta: eh nu immer ois ok, mama!

„Nichts dagegen, aber“ – Texta hat auch nach dem 20jährigen Bühnenjubiläum noch nicht genug von den Brettern, die zumindest hierzulande in der Hip-Hop-Szene die Welt bedeuten. Das – mittlerweile – Quartett hat mit dem neuen Album frisches Material im Gepäck, das auch live funktioniert. Davon durfte man sich beim – im wahrsten Sinne des Wortes – Heimspiel am vergangenen Freitag im Linzer Posthof überzeugen!

Support kam hier von einer alten, bekannten Crew – „dem Tisch“. Ja, die gibts noch. Oder wieder. Je nachdem. 2016 ist Da Staummtisch endgültig im „Eldorado“ gelandet – der Titeltrack zum gleichnamigen Album ist live eine riesengroße Empfehlung. Macht richtig Laune, genauso wie „Pistoin“, wo Da Staummtisch für seine Verhältnisse fast schon martialisch auftritt. Ebenso großes – in meinem Fall seltenes – patriotisches Plus: eine Hymne zum wohl fadesten Stadtteil von Linz, St. Magdalena, kriegen wohl auch nur die Herren Concept, Antrue, Freistil und Rolee Solo so gut hin, dass es nicht stinklangweilig wird. Eines ist gewiss: Da Staummtisch ist noch lange nicht „Reif für die Insel“!

Genausowenig wie Texta reif für die musikalische Rente sind. Huckey, Laima, Flip und Dan haben aktuell wieder mal ein neues Album am Start. Gott sei Dank, möchte man sagen. Denn auch mit „Nichts dagegen, aber“, das ein Gerhard-Haderer-Cartoon als Cover ziert, beweisen sie, dass sie nicht zum alten Eisen gehören. Gestartet wird gleich mit dem Titeltrack – wenns sowas überhaupt gibt auf er Platte – „Ois Ok, Mama“, bevor dann schnell mal in die Nostalgie-Kiste gegriffen wird. Egal ob „So oder So“ am Anfang, oder „Koida Kaffee“, sowie zum Abschluss das unweigerlich geforderte „Sprachbarrieren“ – die alten Nummern kommen noch immer gut an. Neue allerings auch, wenngleich wie so oft zunächst nicht ganz so euphorisch. Hier das Highlight: „Österreich“, das beweist, das Texta halt immer noch im „Game“ sind. Dass sie ihr politisches Herz am rechten, pardon, nicht rechten Fleck haben, ist sowieso bekannt – auch wenn man für Van der Bellen wohl die Tracks auf 30 bpm herunterschrauben müsste. Macht aber nix – sie wären wohl auch noch so gut! Auf die nächsten 2 Jahrzehnte, liebe Texta!

Foto: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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