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Nothing: Musikalisches Wochenteilen in der Kapu

Nothing: Musikalisches Wochenteilen in der Kapu

Spontane Konzertabende sind oft die besten. Vor allem, wenn man dabei auch noch neue Veranstaltungsorte kennenlernt. Als Linzerin ist es mir zwar peinlich, das zu sagen, aber ich war am Mittwoch zum ersten Mal in der Kapu. Und es war großartig. Spirit Desire, Chain Of Flowers, und Nothing haben die Location gefüllt und richtig Gas gegeben.

Kurz nach 21 Uhr, also wirklich fast pünktlich, haben die Linzer Grunger Spirit Desire mit ihrem Set gestartet. Dieses wurde recht zügig und ohne große Unterbrechungen durchgespielt. Wie immer, solide und überzeugend – mit einigen neuen Songs, die wir hoffentlich auch bald am neuen Album zu hören bekommen werden.

Weg vom Grunge und hin zum funkigen Synthie-Pop-Rock ging es mit Chain Of Flowers aus Wales. Mittlerweile war die Kapu so voll, dass es drinnen wohl gefühlte zehn Grad wärmer war als draußen. Der Synthesizer und die hervorgehobenen, groovigen Bass-Lines, die beachtenswerten Dance Moves vom Sänger und der allgemein richtig coole Retro-Sound haben alle zusammengewirkt und den Auftritt zum Genuss gemacht. Ganz nach dem Motto „man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“ war das Set nach etwa 20 Minuten leider auch schon wieder vorbei.

Kleiner Redakteurswechsel an dieser Stelle. Den fulminanten Abschluss machten dann Nothing. Ihr gut 90 Minütiges Set war eine perfekt abgestimmte Mischung aus ruhigen und laut aggressiven Songs. Durch diese wunderbare Abwechslung verging das Set fast wie im Flug. Apropos Set, das war eine gute Mischung aus dem aktuellen Album „Tired of Tomorrow„, darunter der Opener „Fever Queen„, und dem vorherigen Werk „Guilty of Everything„. Als wenn das noch nicht reichen würde, waren die vier Amerikaner unglaublich sympathisch. Gitarrist Domenic Palermo war stets zu einem witzigen Kommentar aufgelegt und wickelte mir sein Mikro inklusive Kabel um den Hals. Selbst eine zerstörte Snare-Drum konnte die Band – auch dank freundlicher Unterstützung von Spirit Desire-Schlagzeuger Hannes – nicht aus der Ruhe bringen. Es gibt einfach nicht auszusetzten. En durch und durch ausgezeichneter Konzertabend, der von den Linzern gottseidank gewürdigt wurde.

Fotos: Andreas Wörister (Slihs Photography)

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Bin eine musikliebhabende, reisende Linzerin mit momentanem Lebensmittelpunkt in Graz. Höre alles was Lärm macht, aber blicke in letzter Zeit auch gerne über den Genre-Tellerrand hinaus.

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