Bullet for my Valentine: solide Kost

Bullet for my Valentine: solide Kost

Nach ihrem Auftritt am diesjährigen Nova Rock wollten es Bullet for my Valentine und Killswitch Engage noch einmal wissen und beehrten uns mit Cane Hill in der Bank Austria Planet.tt Halle im Gasometer Wien.

Mit einer bereits gut gefüllten Halle machten die Amerikaner von Cane Hill den Auftakt des Abends. Die aufstrebende Metalcore Band veröffentlichte im Juli diesen Jahres ihr erstes Studioalbum „Smile“, welches beim Publikum bestimmt neue Abnehmer gefunden hat. Die jüngsten Ereignisse in ihrem Heimatland blieben nicht unkommentiert und so bekundete Sänger Elijah Witt seinen Unmut über den neuen US-Präsidenten mit „Fuck Trump“.

Killswitch Engage hatten ebenfalls ein neues Werk im Schlepptau – „Incarnate“, das sie schon am Pannonia Field II vorstellten. Auch bei diesem Auftritt blieb die US-Wahl nicht verschont. Jesse Leach äußerte, dass „All Leaders are idiots, fucking presidents, all duchbags“. Adam meinte widerum: „Everything can be solved with beer“, was seitens des Publikums mit großer Zustimmung befürwortet wurde. „We are here to have fun, so let’s start a Moshpit“ – das braucht man einer motivierten Schar natürlich nicht 2mal sagen und so tobten sich mutige Fans in der Mitte der Halle ordentlich aus. Singbereitschaft gab es bei den Fans vor allem bei „My Last Serenade“ und „The End of Heartache“. Einen „Song for the ladies“ gab es gegen Ende auch – „My Curse“.

Als Nicht-Amerikaner, wollten sich Bullet for my Valentine wohl nicht den Vorbands anschließen und politische Statements über Amerika abgeben. Stattdessen standen sie elegant im weißen Hemd auf der Bühne und lieferten eine Show, bei der nur die wenigsten nicht den Drang verspürten, sich zu bewegen. Als Bühnendeko gab es u.a. eine Diskokugel und eine in Lautsprecher-getarnte Beleuchtung. Ein Fan durfte sich besonders freuen, da sein Schild „Matt, can I play guitar to Scream Aim Fire?“ gehör gefunden hatte. Der junge Musiker fand sich bei seinem Wunschlied auf der Bühne wieder und durfte gemeinsam mit der Band jammen. Ein weiterer Konzertgast war ebenfalls euphorisch, als er von der Menge samt Rollstuhl nach vorne transportiert wurde. Crowdsurfen Deluxe. Auch beim Headliner blieben die Stimmbänder nicht verschont. Souverän stimmte Menge den Song „You Want a Battle? (Here’s a War)“ ein und zeigten sich bei „The Last Fight“ ebenfalls textsicher. Alles in Allem wieder einmal ein gelungener Konzertabend und man darf sich auf viele weitere gute Shows in dieser Saison freuen.

Foto: Mariam Osman

 

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