Heute ist Weltfrauentag, daher fordere ich einen freien Tag für alle Frauen. An diesem Tag dürfen sich alle Frauen die Wertschätzung schenken, welche ihnen im restlichen Jahreskreis vor allem von Männern abgesprochen wird.

Es braucht von allem mehr in der heutigen Zeit. Mehr Gewinne, mehr Geld, mehr Produktion, aber es braucht genauso mehr Frauen in Führungspositionen, mehr Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt, mehr Frauenquoten und vor allem mehr Mut, eine starke Frau zu sein. Feminismus ist heutzutage zu einem negativ behafteten Begriff geworden. Dabei bedeutet das Wort Feminismus nicht viel mehr als Frau sein. Eine andere Auslegung des Wortes ist auch eine in Richtung der Frauenbewegung zu handeln,welche von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z.B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt. Der Begriff Feminismus wird jedoch oftmals abwertend verstanden. Vor allem dann wenn sich Männer positiv zum Thema aussprechen, treffen sie oftmals auf Unverständnis. Feministische Männer und Frauen gelten als „Dauer-Suderanten“, die eh schon keiner mehr hören will und die trotzdem nicht aufhören dagegen zu sein und sich aufzuregen. Die Gender Gap, das Binnen I, die neue Bundeshymne und vor allem die Pflicht eine Gewisse Anzahl an Frauen in der Politik, in Vereinen oder Betrieben zu beschäftigen, ist eine wichtige und gute Idee. Ein schrecklicher Gedanke, dass man dies durch gesetzliche Regelungen erzwingen muss und auch wirklich eine anstrengende und fast unzumutbare Aufgabe für  patriarchalisch denkende Männer. Es ist wichtig, dass vor allem wir Frauen uns auf die Beine stellen und ein Zeichen setzten, dass wir immer noch ungerecht behandelt werden. Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der Feminismus kein Diskussionsthema mehr ist, sondern eine Wertehaltung und gelebte Praxis, welche nicht extra erwähnt werden muss.

Frauen werden teilweise von Geburt an klein gehalten und es wird ihnen oftmals eingeredet, dass Männer alles besser können als sie. Doch das stimmt nicht oder wenn dann nur bedingt. Denn gerade was unser soziales Zusammenleben angeht, sind es immer noch die Frauen, welche sich immer schon in der Überzahl in den sozial- und Pflegeberufen finden. Ob im Krankenhaus, im Kindergarten, der sozialen Arbeit und vielen anderen Sparten, Männer sind in der Unterzahl. Vielleicht liegt es daran, dass Männer sich nicht trauern oder schlichtweg einfach nicht wollen. Recht haben sie, denn welcher Mann möchte sich schon mit einem sehr kleinen Gehalt bei maximaler Arbeitsleistung zufrieden geben, nur um einen Beitrag zu einem sozialen Miteinander zu leisten. Oftmals werde ich heutzutage nach wie vor mit Vorstellungen von Männern konfrontiert, vor allem aus technischen Berufen, was sie sich unter sozialer Arbeit vorstellen. Sie sehen die soziale Arbeit als Professionalisierung der hausfraulichen Tätigkeiten und für das bisschen kochen, waschen, putzen und mit den Kindern spielen, werden wir auch noch bezahlt, ergo haben wir doch sowieso keine Ahnung was in der „richtigen Welt“ abgeht. Schön liebe Männer wenn ihr meint, dann traut euch doch und absolviert wenigstens euren Zivildienst in einer sozial Einrichtung, dann könnt ihr euch wenigsten ein klein wenig Sozialkompetenz aneignen.

Weil mir das alles stinkt feiere ich heute den Internationale Frauentag, Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag, einen Welttag der am 8. März begangen wird. Entstanden ist er als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Die Vereinten Nationen erkoren ihn später als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus. In Linz gibt es aus diesem Grund morgen nicht nur am 08. März, sondern immer wieder Hinweise, Tipps und vor allem Veranstaltungen vom transkulturell-frauen*politischen Zusammenschluss für mehr Feminismus & Krawall.

Ich nehme mir daher im Sinne des #globalwomansstrike einen Tag für mich und meine fraulichkeit. Ich beschäftige mich mit mir und schenke mir einen Tag Auszeit vom Alltag.

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