Musikalisch und auf alle Fälle gemütlich ging am Samstag unsere zweite Wohnzimmersession gemeinsam mit dem Frühlingsfest des DH5 in die zweite Runde. Mit dabei waren wieder einmal großartige vier Musiker, die den Abend zu einem außergewöhnlichen machten.

Das Wochenende begann bereits mit Sonnenschein und langsam erwachten auch die Frühlingsgefühle. Passend dazu öffneten sich wieder die Türen des DH5 für gemeinsames Beisammensein, während man sich auf komfortable Sitzmöglichkeiten zurücklehnen und angenehmer Musik lauschen konnte. Und natürlich fand die Session bei dem herrlichen Wetter nicht nur Indoor, sondern auch an der frischen Luft statt.

Pünktlich endeten die letzten Vorbereitungen seitens unseres Teams und der DH5-Crew, die ein selbst zubereitetes und sehr köstliches Essen anrichteten. Langsam und mit einer Gemütlichkeit trudelten die ersten Besucher*innen ein. Nach einem gemeinsamen Tratsch und Klatsch begann bereits, der erste Musiker die schon vorhandene angenehme Stimmung zum Schwingen zu bringen.

Bekannt ist er mit seinen mindestens sieben „UFOs“, mit denen er mit Freude die Leute auf den Straßen bezaubern möchte. Voilà, Marcel Hutter und seine Handpans, die aus verschiedenen Ländern stammen. Mit einer unglaublichen Leichtigkeit verzauberte er die Menschen. Einige verfolgten stillschweigend den Klängen der gestimmten „Blechschalen“ und andere, besonders die jungen Kinder, erfreuten sich an den klangvollen Tönen und tanzten auf der bunt beleuchteten Terrasse. Diese wohlklingenden Melodien, die beruhigend und zugleich entspannend wirkten, haben den Abend zum Genießen eingeleitet.

Zauberhaft bei diesem Wetter: Marcel Hutter

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit „Kaleidoscope Mind“. Eine recht kleine Band, bestehend aus zwei Jungs aus Wien. Genau genommen sind die beiden zwei Brüder – Daniel und Benni. Herzensgute Geschwister, die in Richtung Acoustic Indie – Pop, kombiniert mit klassischer Gitarre, Cajon und Ukulele gehen. Die zwei waren nicht nur mit verschiedenen Instrumenten ausgerüstet, sondern hatten sogar ihre eigenen „Lichtwärmer“ dabei. Eine coole Idee und die Gemütlichkeit nahm so schnell kein Ende. Zurück zu den beiden: anfangs waren nervös bedingte rhythmische Melodien hörbar, aber nichts desto trotz spielten sie sich gut ein und konnten die Besucher*innen mit ihrer Vielfältigkeit, wie auch Offenheit überzeugen. Spätestens bei der den Abend beendenden Jamsession wurde dies ersichtlich.

Hoher Besuch aus Wien: Kaleidoscope Mind

Bevor jedoch gejammt wurde, konnte uns noch ein weiterer Musiker begeistern. Wir durften dem aus Irland stammenden Shane Ó Fearghail, momentan in Wien lebend, bei uns begrüßen. Seine sympathische Art und Weise, sein eigener Humor und seine leicht kratzige Stimme zeichneten den Singer-Songwriter besonders aus. Und nicht zu vergessen: seine Leidenschaft zur Musik, die direkt ansteckend war und verschiedene Gefühlszustände auslösen konnte.

Natürlich durfte auch das „heimische“ nicht in den Hintergrund gerückt werden. Mühelos spielte Shane auf seiner irischen Handtrommel, die scheinbar nicht einfach zum Spielen ist. Neben der Trommel, setzte er auch seine Loopstation gekonnt ein ;). Er schaffte die kleinen Malheure, die jedem einmal passieren können, durch großartiges und interaktives Kommunizieren mit dem Publikum unauffällig zu überbrücken. Häufiges Schmunzeln konnte man sich kaum verkneifen.

Nach ein paar „Zuuugabe, Zuuugabe“ (mit irischem Akzent) – Songs leitete Shane die Jamsession ein. Alle vier Musiker kamen wieder zusammen, so wie einige Besucher*innen und Crew-Leute, die sehr flexibel zum gemeinsamen Musizieren waren. Musik hat bekanntlich die Fähigkeit Leute zusammenzubringen. Der Abend war ein gutes Beispiel dafür.

Eine dauerhafte, wahrhaftige Harmonie zog sich fortlaufend durch die Location des DH5. Und natürlich gelang dies einerseits aufgrund der tollen Künstler, die uns mit ihrer unterschiedlichen Musik bereicherten. Andererseits trugen auch einen großen Teil die vielen musikbegeistern Menschen bei. Gemeinsam genoss man den Samstagabend. Danke an alle für das nette Beisammensein. Auf viele weitere Wohnzimmersessions!

Fotos: Andreas Wörister (Slih’s Photography)

Kommentare

Kommentare werden geladen...