Mit Destiny 2 feiert der Nachfolger des viel gelobten Shooter-MMO von Bungie seine Premiere auf dem PC. Wir konnten uns in drei Tagen Betatest einen ersten Eindruck verschaffen und neben einer Story Mission auch einen Strike und das PVP testen. Der erste Eindruck kann durchaus überzeugen. Politisch unkorrekt gesagt: das Erschießen von Gegnern fühlt sich einfach gut an. Auch die Inszenierung, Grafik und Vertonung stimmen. Einzig und allein das Movement ist auf dem PC noch etwas gewöhnungsbedürftig und auch mit technischen Problemen hatten wir zu kämpfen.

Nachdem der Vorgänger konsolenexklusiv war, bringt Bungy Destiny 2 auch für den heimischen Rechner. Heute, nur etwas über eine Woche vor Release, endete die PC Beta. Wir haben uns als Guardian in die Schlacht geworfen und neben einer Story-Mission, auch einen Strike und den PVP Modus probiert. Alle drei Bereiche machten uns bereits großen Spaß. Destiny 2 übernimmt scheint alle Stärken des Vorgängers zu übernehmen, kann es aber auch seine größte Schwäche beheben?
Destiny 2
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Bungie
Plattformen: PC, PS4, XBOX One
Release-Termin PS4 /XBOX One : 06.09.2017
Release-Termin PC: 24.10.2017

Zeit für Rache an den Kabale!

Sie haben den Traveler gestohlen, die Schweine!

Überwachungssatelliten verschwunden, Sensoren tot, was ist hier los? Diese Frage wird ein paar Sekunden später beantwortet. Die Kabale greifen an! Cayde nimmts typisch für ihn mit Humor, Ikora ist besorgt überfordert, nur Zavala behält die Ruhe und rettet uns mit seiner Titan Super-Fähigkeit davor, den Löffel abzugeben. Mit einer der drei Klassen (Titan, Hunter oder Warlock) kämpfen wir uns dann durch die bereits stark zerstörte letzte Stadt. Die Mission ist toll inszeniert. Die Gebiete und Aufgaben abwechslungsreich und immer wieder gibt es Einlagen der drei oben genannten wichtigen NPC Charaktere. Das erzeugt Atmosphäre und ein gutes Mittendrin-Gefühl. Nach guten zehn bis zwanzig Minuten gibt es dann kein Happy Ending. Ghaul, der Anführer der angreifenden Red Legion Kabale, bezwingt uns und wir sehen, wie dem Traveler das Licht ausgeht, ihm seine Macht entzogen wird. Damit dürfte die Rückeroberung des Travelers und der letzten Stadt von der Red Legion ein essentieller Teil der Geschichte von Destiny 2 sein. Es ist Zeit für Rache!

Zusammengefasst macht diese Story-Mission einen sehr guten Eindruck. Einzig und allein mit der Steuerung sind wir über alle Modi hinweg nicht ganz zufrieden. So großartig sich die Waffen und die Kämpfe an sich anfühlen, so krampfhaft wirkt am PC zu Beginn noch die restliche Steuerung. Speziell das Sprungverhalten und die Bewegung in der Luft sind noch nicht intuitiv und gewöhnungsbedürftig. Das wird hoffentlich bis zum Release besser.

Alle drei Klassen im gemeinsamen Kampf

Gemischter technischer Eindruck

Eine Sorge können wir nehmen: die Server dürften stabil sein. Selbst mit einer vergleichsweisen langsamen 5 Mbit Leitung hatten wir weder Lags noch Verbindungsabbrüche, sondern ein stets flüssiges Spielerlebnis. Bungie gibt in den offiziellen Anforderung zumindest ein Mbit Download-Geschwindigkeit an. Auch Grafisch überzeugt uns Destiny 2. Zwar sind die Texturen hin und wieder matschig, aber speziell die Partikeleffekte und Charaktermodelle sehen zeitgemäß aus. Grafikfanatiker werden zwar kein Fan von Bungies Titel werden, für die meisten Spieler ist sie aber schön genug und läuft auch auf schwächeren Rechnern problemlos. Ein Core i5, 4GB Ram und eine Grafikkarte der letzten Generation dürfte also reichen. Für genaue Testwerte werden wir in unserem Test mit der finalen Version an die Kollegen der Gamestar verweisen.

Aber, ein großes Problem hatten wir: Abstürze. Bei beiden Sessions, die wir gespielt haben stürzte uns das Spiel ohne Vorwarnung ab, an verschiedenen Stellen. Den Fehler konnten wir also nicht reproduzieren, allerdings dürften wir damit nicht alleine sein. Sowohl in den Foren als auch an anderen Stellen berichten Spieler von gleichen Problemen. Die Probleme treten also auf verschiedenen technischen Konfigurationen und Betriebssystemen auf. Hoffentlich bekommt Bungie das noch in den Griff. Es gibt nichts unbefriedigenderes als beim Endboss des Strikes 20 Sekunden vor Erfolg eine Fehlermeldung zu sehen. Wir empfehlen darum dringend, am Tag vor dem Release noch einmal die Homepages von AMD und NVIDIA zu besuchen und einen etwaigen neuen Treiber aufzuspielen – vielleicht liegt das Problem hier.

Positiv aber ist auf jeden Fall, wie der PC-Port generell umgesetzt wurde. Wie man es bei PC only Spielen gewohnt ist, lässt sich jede Kleinigkeit separat einstellen. Keine Selbstverständlichkeit heutzutage. Ebenfalls zu erwähnen: Destiny 2 wird am PC exklusiv über Blizzards Plattform Battle.net laufen, also nicht über Steam.

Juhu, springen!

Kommen wir gleich zum verfügbaren Strike. Dieser führt uns in eine von den Kabale betriebene Mine. Diese soll ausgekundschaftet und lahm gelegt werden. Die Gegner sind mit den hochgezüchteten Startcharakteren der Beta mit Ausnahme des Bosses keine Herausforderung, sie lassen sich recht leicht ins Grab befördern, selbst mit einer Random-Gruppe. Erst der Endgegner fordert dann mit verschiedenen Phasen unsere Dreiergruppe und verlangt koordiniertes Zusammenspielen. Besonders gut gefallen hat uns aber vor allem das Level an sich. Wir kämpfen uns sowohl durch weitläufige Landschaften, als auch durch enge Gebäude und über schmale Wege entlang von Klippen. Auch die Sprungeinlagen und Beschleunigungstore machen Spaß, sobald man das mit dem Sprungverhalten etwas im Griff hat.

Last but not least dann noch der PVP Modus. Etwas wirrer Eroberungsmodus im 4v4 Modus. Macht Spaß, dürfte aber wie bereits im Vorgänger eine Nebenrolle spielen und maximal zwischendurch mal angeworfen werden. Destiny 2 bleibt einfach Destiny und wird wieder einen Fokus auf den PvE Modus legen.

Diese Kanone sollten wir nicht zu lange stehen lassen

Fazit

Die Beta konnte uns weitestgehend überzeugen. Die Klassen unterscheiden sich merklich, das Waffenverhalten und generell die Kämpfe machen unglaublich viel Spaß. Auch die Grafik passt für uns und die englische Vertonung ist einwandfrei. Gleichermaßen stimmt die Inszenierung und Abwechslung innerhalb der von uns gespielten Mission. Aber: das war natürlich nur ein kleiner Einblick. Inwiefern die restlichen Strikes und Story-Missionen gut gestaltet sind, können wir ebenso wenig wie die Story, die große Schwäche des Vorgängers, beurteilen. Das lässt sich erst mit der finalen Version und vielen Tagen Spielzeit eindeutig beurteilen. Wichtig ist jetzt vor allem, dass Bungie noch die Abstürze in den Griff bekommt. Zeit ist noch genug da, weil bis zum Release der PC Version noch fast zwei Monate vergehen werden. Der erste Eindruck ist aber sehr gut und wir freuen uns bereits auf das finale Stück Software.

Wir werden für den finalen Test keinen einzelnen Test veröffentlichen, sondern euch mittels eines Testtagebuches unsere Meinung mitteilen. Der komplette Test inklusive Wertung folgt dann in etwa eine Woche nach dem Release. Testplattform ist der PC, auf welchem der Release erst Ende Oktober folgt.

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