Im Rahmen der Gamescom 2017 war es uns möglich, das neueste Sonic-Abenteuer aus dem Hause Sega erstmals anzuspielen . Sonic ist endlich zurück – und dies in einer noch nie dagewesenen Mischung zwischen 2.5D und 3D auf den heimischen Konsolen. Sonic Forces kombiniert die Stärken der bisherigen Sonic-Adventures und erschafft daraus eine gelungene Balance. Aber ob der Mix auch auf Dauer funktioniert? Details dazu in unserer Preview! 


Bling bling – Bahn frei für Sonic. Wir müssen zugeben: es war eine gewisse Skepsis in der Redaktion vorhanden, nachdem der letzte Sonic Ableger nicht wirklich auf dem Markt überzeugen konnte und uns gar nicht zugesagt hatte. Würde Sega aus den vergangenen Fehlern lernen können? Oder hatte das Franchise nach all den Jahren einfach schon den gewissen Funken verloren? Diese und viele weitere Fragen stellten sich uns vor dem ersten Hands-On.

Sonic Forces
Publisher: Sega
Entwickler: Sonic Team
Plattformen: PC, PS4, XBOX One, Switch
Preis: 39,99€
Release: 29.12.2017

Bahn frei! Sonic rast wieder!

Hunderte goldene Ringe, stachelige Hindernisse, Autoreifen – ja, Sonic ist definitiv zurück! Im schnellen Tempo geht es durch atmosphärische, und gut gestaltete Welten, auf der ständigen Jagd nach dem Bösen. Man fühlt sich von der ersten Sekunde an sofort wieder in seine Kindheit zurückversetzt, und spürt das typische, nostalgische Gefühl, welches jeder Sonic Titel auf eine gewisse Weise mit sich bringt.

Auf seiner Reise wird Sonic stets von seinen Kollegen – Tailes, Knuckels, Rose und CO – unterstützt und angefeuert. Dies passierte jedoch in der Preview rein über kleine Einblendungen im rechten, oberen Bildschirmeck, welche vertont waren, aber nicht weiterhin eingebunden. Diese Einspielungen wurden auf Dauer auch durchaus anstrengend – hörte man doch bei jedem erneuten Levelversuch die gleichen Dialoge. Dies könnte noch durchaus eleganter gelöst werden, reicht es doch meist schon einmal, Sonics Kollegen zu hören.

Auch altbekannte Gesichter wie Dr. Eggmann und Shadow finden natürlich wieder ihren Weg in das Sonicabenteuer, und versuchen Sonic Steine in den Weg zu legen. Der Bosskampf gegen Eggman – welchen wir anspielen konnten – war auch um einiges schwieriger als erwartet. Allzu präsent waren diese in der Preview jedoch weitestgehend nicht. Wir hoffen, dass die Entwickler hier nochmal Hand anlegen, und die charmanten Bösewichte noch etwas verstärkt, und vor allem bedrohlicher, einzusetzen.

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Sonics neue Reise beginnt! – der moderne 3D Modus!

Die dreifache Sonic-Power!

In Sonic Forces gibt es die Möglichkeit, zwischen drei unterschiedlichen Spielmodi zu wählen. Für jeden Modus wurden eigene Level konfiguriert und erstellt, welche sich in der Steuerung und der grafischen Gestaltung komplett unterscheiden.

Der erste Modus ist modern und zeitgemäß gehalten. Wir flitzen mit Sonic durch schnelle, spannende 3D Welten mit zahlreichen Zusatzeffekten. Die Kamera wechselt hier immer wieder mal zwischen der typischen Third-Person Ansicht von Hinten, auf eine seitliche Scrollervariante wie man sie aus den ursprünglichen Teilen – und auch aus dem Klassikmodus kennt. Die Schwankung geschieht hier ohne Probleme, stets gut inszeniert mit passenden Übergängen.

Als dritte Option ist diesmal erstmalig in der Sonic Geschichte auch ein eigener, anpassbarer Charakter erstellbar. Dieser hat spezielle Sonderfähigkeiten, und kann auch im Waffenbereich angepasst werden, um neue Kategorien an Fähigkeiten freizuschalten. Hier bewegt sich die Grafik in einer guten Balance aus 2.5D und 3D, und der Wechsel geschieht fließend.

Zusätzlich zu den drei Einzelmodi gibt es auch noch einen sogenannten „Tag Team“ Modus. In diesem läuft man gemeinsam mit dem altbekannten Sonic, und es wird je nach Hindernis zwischen den Charakteren gewechselt. Zwischen den zwei Chars herrscht auch immer wieder ein kleiner Austausch in vertonter Dialogform, welcher dem Modus einen gewissen Charme verleiht. Die Steuerung in diesem Modus ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig – dazu aber später mehr.

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Mit dem eigenen Charakter zu laufen ist ein ganz neues Sonic!

Sonics Wandel mit der Zeit – Grafik & Steuerung

Die Grafik ist in Sonic Forces wirklich wunderbar gut gelungen. Wunderschöne, kräftige Farben treffen auf starke Kontraste und viele, liebevoll gestaltete Details. Sonic macht sowohl in 2D als auch in 3D eine sehr gute Figur. Der Detailgrad ist sehr hoch angelegt, und man sieht jeden einzelnen Grashalm im Wind wehen.

Was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig anmuten mag, ist die Steuerung von Sonic – ist diese doch in jedem der drei Spielmodi komplett unterschiedlich. Es braucht definitiv eine kurze Einarbeitungszeit, um den Übergang zwischen den Leveln meistern zu können. Dann ist die Steuerung jedoch durchaus intuitiv und man muss nicht mehr viel nachdenken. Es wäre dennoch hilfreich, im Spiel selbst auch Steuerungsinformationen einblenden zu können. Dies war in der Preview nämlich noch gar nicht möglich, und wir mussten uns eines externen Zettels bedienen.

Lediglich an einen Aspekt muss man sich wirklich gewöhnen: Der automatische Wechsel zwischen Sonic und dem eigenen Charakter im Tag-Team Modus. Man kann die Charaktere hier nämlich nicht mit einem kleinen Knopf wechseln, sondern wechselt automatisch dann, wenn man eine jeweilige Spezialfähigkeit des dazugehörigen Chars einsetzt – also Sonic’s Boost, oder die jeweilige Waffenfähigkeit des eigenen Igels. Mit der Zeit hat man hier den Bogen raus, aber das hätte auch im Spiel genauer kommuniziert werden müssen, wie der Wechsel hier vonstatten geht.

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Auch in der typischen 2.5D Ansicht macht Sonic eine tolle Figur!

Sind Goldringe das Geld wert? Unser Fazit

Wir müssen zugeben: die hohe Qualität von Sonic Forces hat uns wirklich überrascht. Die Grafik ist sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet, ohne den typischen Sonic-Charme zu verlieren. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Sonic Versionen funktioniert auch gut, sowie die intuitive Steuerung. Was uns besonders gut gefiel war die musikalische Untermalung. Diese hat jeder Sonic-Variante seinen eigenen Charakter verliehen, und dabei die allseits bekannten Themes aus den bisherigen Teilen aufgegriffen, und zeitgemäß verändert.

Vor allem die ständige Abwechslung im Spiel hat uns sehr gut gefallen. Durch die unterschiedlichen Modi kommt es hier nie zu Langweile, und es wäre fast, als hätte man drei Sonic Abenteuer auf einmal präsentiert bekommen. Wir hoffen nur, dass die Modi beim finalen Release noch etwas stärker ineinander greifen.

Momentan gibt es jedoch bei der individuellen Charaktererstellung noch wenige äußerliche Anpassungen, sowie wenige Waffen, welche man ausrüsten kann. Ob hier noch nachgelegt wird, konnte von den Entwicklern nicht sicher bestätigt werden. Wir hoffen hier definitiv auf mehr, da dieses spezielle Feature viel des Spieles ausmacht und nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden sollte. Auch die starke Controllervibration sollte nochmal geprüft werden. In der Preview konnte der Stärkegrad dieser nicht eingestellt werden, was manchmal beim Spiel mehr hinderlich als förderlich war. Der gesamte, erste Eindruck war aber wirklich positiv. Wir sind schon gespannt, was sich bis zum Release noch verändert, und freuen uns auf das neue Abenteuer von Sonic!

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