„A Thousand Shapes“ – so heißt das aktuelle Debutalbum der Stoner-Rock-Combo Ultima Radio aus der Bundeshauptstadt Wien. Wobei das Attribut „Stoner Rock“ dieser Band nicht Genüge tun würde, sind doch viele Einflüsse mehr im Repertoire von Ultima Radio zu finden. Aber dazu später, denn es gab im Rahmen der Releaseshow am Samstagabend in der Linzer Stadtwerkstatt auch höchstkarätigen Support zu hören: Heckspoiler und die lokalen Stoner-Aufsteiger von Swanmay.

Fast pünktlich um halb zehn Uhr abends eröffneten Heckspoiler das Konzert in der Stadtwerkstatt vor etwa 60 Leuten. „Schnell, laut, unberechenbar“ – so ist es auf ihrer Facebook-Page geschrieben. Laut und schnell ist das Ganze dann musikalisch auf alle Fälle – und wenn „unberechenbar“ eine musikalische Kategorie wäre, die leiwande Musik beschreibt, man würde in der Definition wohl ein Foto des Streetrock-Duos aus dem Traunkreis finden. Das Cracktickertape #1 kann man übrigens hier hören.

Den eigentlichen Headliner des Abends konnte man danach hören. Vielleicht hatte man ja Angst, dass, falls Swanmay bereits zu diesem Zeitpunkt spielen sollten, die Leute vor Ultima Radio nach Hause gehen würden. Hätten sie das getan, sie hätten etwas verpasst. Mit „A Thousand Shapes“ haben Ultima Radio nämlich ein Album am Start, das jegliche Genrekonventionen durchbricht. Ursprünglich aus dem Stoner-Bereich kommend, haben sie in dieses Album verschiedenste Einflüsse gepackt. Klassischere Rock-Elemente finden sich genauso wie progressive-Parts, nur um danach wieder in heimischen Stoner-Gefilden zu landen. Für ein Erstlingswerk erstaunlich detailliert, und erstaunlich gut live gespielt am Samstag in der Stadtwerkstatt. Eine Band, die man entweder in einem feuchten Keller oder im Rahmen eines Festivals (Lake on Fire!?) wieder hören möchte.

Den Abschluss durften danach Swanmay geben. Mit „Stoner Circus“ haben sich die Local Heroes in diesem Jahr einen Namen gemacht – zurecht, wie wir finden. Nach Hause gegangen war vor deren Show nämlich garantiert niemand. Das ganze geht live dermaßen unter die Haut, dass es eine Freude ist. Das klingt live vielleicht manchen zu hart – uns aber garantiert nicht. Swanmay sind eine der Bands, die man in der Linzer Szene unbedingt gehört haben sollte!

Foto: Christoph Thorwartl

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