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Monster Hunter World: Ein neuer Teil eine neue Welt

Das neue Jahr wird dank dem neuen Teil der Monster Hunter Reihe gleich zu Beginn schon interessant. Der mittlerweile schon sechste Teil der Serie (die acht Spin-offs nicht mitgezählt) wurde von Konsolen-Fans bereits mit Spannung erwartet. Nicht zuletzt deswegen, weil der neue Teil die Rückkehr auf die Fehrnsehbildschirme der Welt markiert.

Die letzten beiden Vorgänger-Spiele wurden nämlich zumindest ursprünglich nur für Handheld-Konsolen herausgebracht. Das neue Monster Hunter Worlds hingegen gibt es bereits seit 26.1.2018 für die Xbox One und die Playstation 4. Eine PC-Version erscheint dann später dieses Jahr.
Ob es dem Monster Hunter Namen allerdings auch gerecht wird lässt sich nur durch einen intensiven Spieltest herausfinden. Man startet also ein neues Spiel…

 

Monster Hunter: World
Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Testplattform: PS4
Metacritic-Score: 91%
Preis: 59,99

 

… und wird prompt von einem für MMOs sehr typischen Character-Creator begrüßt. Dieser ist zwar relativ simpel gehalten, bietet jedoch trotzdem genügend Möglichkeit, um sich einen sehr individuellen Charakter zu erstellen. Sehr positiv zu erwähnen ist, dass man hier interessanterweise im Gegensatz zu Fallout, Skyrim und Konsorten es fast nicht schafft einen hässlichen Charakter zu produzieren. Egal, wie sehr man es (aus welchem Grund auch immer) versucht, der Charakter sieht beinahe immer am Ende noch menschlich, ästhetisch und glaubhaft aus.

Sobald man den Charakter sowie einen Palico-Begleiter (eine in Monster Hunter übliche anthropomorphischen Katzenrasse) erstellt hat, geht es los. Und zwar mit einer vorgerenderten Cutscene. In dieser erfährt man, dass man sich auf einer Schiffsreise in die „Neue Welt“ befindet und Teil der fünften Kolonie dorthin ist. Es gibt also neue Umgebungen zu entdecken und neue Monster zu hunten. Sobald die Schiffsreise ein Ende findet darf man dann selber steuern.

 

Das Spiel beginnt

Das Gameplay beginnt dann mit einem sehr offensichtlichen Tutorial-Abschnitt. Irgendwie schafft es dieser Abschnitt, dem Spieler alles beizubringen, auf was man selbst gekommen wäre und gleichzeitig alles auszulassen, was man eigentlich in einem Tutorial benötigt. Zum Beispiel wird einem zwar in einer eigenen Umgebung beigebracht, wie man rennt, klettert und sich umsieht – der Umgang mit Waffen beispielsweise wird jedoch fast komplett außen vor gelassen. Diesen muss man sich selbst beibringen, in dem man sich später in einem Inventar-Raum eine Waffe zuerst holt und dann einen speziellen Raum betritt, in welchem dann die Steuerung der jeweiligen Waffe mit Overlays am Bildschirm angezeigt wird. Auch auf den ersten paar Missionen wird man von dem Spiel regelrecht an der Hand geführt. Alle drei Schritte taucht eine neue Cutscene auf, dessen Inhalt man genauso gut in einem Dialog erklären können hätte ohne die Immersion zu brechen.

Hat man den mit Abstand frustrierendsten Teil des Spiels dann hinter sich gelassen geht es dann bergauf. Man darf dann nämlich am Online-Spiel teilnehmen. Wie gewohnt funktioniert dies so, dass man quasi innerhalb einer Stadt diverse Quests annehmen kann, die dann an einer Tafel ausgeschrieben werden. Von dort aus, kann man dann andere Spieler anwerben, um bei der Quest behilflich zu sein. Leider müssen die Spieler, die man hierfür anwirbt jedoch in der Haupt-Storyline genau so weit sein wie man selbst. Das ganze Spiel also im Koop-Modus zu spielen ist also nicht wirklich möglich. Und Quests beizutreten, die man selber schon gemacht hat bringt auch meist wenig – obwohl der erhaltene Loot auf alle Spieler aufgeteilt wird.

Weiters kann man auch alleine auf so genannte Expeditionen gehen um neue Gebiete zu erkunden. Dort kann man dann ganz ohne Zeit- oder Game-Over-Limit sein eigenes Ding machen. Dies war bei weitem der Teil des Spiels, der mir persönlich am meisten Spaß gemacht hat. Das komplett unbeschwerte Erforschen der offenen Umgebung und selbst bestimmen zu können welche Monster man attackiert und welche nicht haben mich fast etwas an das letztes Jahr erschienene Breath Of The Wild erinnert. Expeditionen bieten auch genug Abwechslung für den Fall, dass man von dem ewig wiederkehrenden Ablauf der Haupt-Quests mal richtige Abwechslung braucht.

 

Grafik und Steuerung

Das bei weitem am beeindruckendste bei Monster Hunter World ist jedoch auf jeden Fall die Grafik. Die Gameplay-Sequenzen halten dabei alles, was die vorgerenderten Cutscenes versprechen. Beeindruckende Licht- und Schatten-Effekte, sowie realistische Haar- und Gras-Details lassen das Spiel echt fantastisch aussehen. Der Sprung in die neue Konsolen-Generation und weg von dem Cell-Shading oder Anime Stil hin zu einem eher fotorealistischen Artstyle wird also mit Bravur geschafft. Auch die exotische Flora und die kreativ gestalteten Einwohner der „neuen Welt“ (sowohl Mensch als auch Monster) helfen dabei dem neuen Monster Hunter einen tollen Flair zu verleihen.

Die Steuerung während dem Kampf ist, wie von Monster Hunter gewohnt, zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man dann jedoch seinen Rhytmus findet möchte man sie definitiv nicht mehr missen. Um Combos perfekt auszuführen muss man bereits bei der ersten Attacke absehen, wie der Gegner reagiert und seine Position erahnen, da Animationen während der Ausführung dann sehr lange braucht. Schafft man dies wird man mit einer Flut an Treffern belohnt, die einen wie ein richtiger Profi fühlen lassen.

Auch die Landschaften überzeugen

 

Fazit

Besonders in Sachen Grafik und Spaß am Kampf kann das neue Monster Hunter World also jegliche Anforderungen erfüllen und übertreffen. Obwohl sich das Gameplay sehr treu an vorherigen Teilen orientiert könnte es hier trotzdem mehr Abwechslung geben. Zumindest die Expeditionen in der doch sehr offenen Welt helfen, die Routine etwas zu durchbrechen. Etwas mehr frischer Wind hätte der Serie trotzdem nicht geschadet.

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Web-Entwickler // Linzer // junQ-Mitglied

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