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Far Cry 5: Eine Sekte von Hipstern

Der neueste Ableger der Far Cry Serie von Ubisoft verbindet die Vorgängerversionen. Eine mitreißende Story, etwas Craften wie in Far Cry Primal und wieder viele „Burgen“ zu erobern. Am besten gelungen ist dabei die Geschichte rund um Sektenführer Joseph Seed , welcher trotz seines Hipster-Stils wirklich angsteinflößend sein kann.

Eigentlich ist das Gebiet von Hope County in Montana, in der die Story spielt, eine wirklich idyllische und vor allem, wenn man mit dem Flugzeug oder dem Helikopter fliegt, eine von oben schön anzusehende Gegend. Würde da nicht die überdimensionale Joe Seed-Statue in den Himmel emporragen und dich wieder daran erinnern, dass am Boden an jeder Ecke seine „Jünger“ warten und auf dich wild ballern. Auf jeden Fall wird einem nicht langweilig jede Ecke der Map zu erkunden und genau das vereint mit der tollen Story machen Far Cry 5 zu einem Spiel mit hohem Suchtfaktor.

Far Cry 5
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft
Plattformen: PC, PS4, XBOX One
Testplattform: PS4
Metacritic-Score: 81
Preis: 49,99 € (PC), 59,99 € (Konsolen)

Die Story – Endlich einmal eine wirklich mitreißende

Kommen wir einmal näher zur Geschichte rund um Joseph Seed und seinen Geschwistern. Als Deputy begleitet man den Sheriff und zwei andere Polizisten nach Hope County, mit an Bord ein Haftbefehl gegen den Sektenführer und dem Wissen: das geht nicht gut. Dutzende seiner Jünger begleiten einem zu ihrem Erlöser, natürlich schwer bewaffnet, und man spürt, gleich geht es rund. Und so kommt es wie es kommen muss und man findet sich nach kurzer Zeit alleine bei einem netten Mann wieder, der dir in Zukunft über Funk alle Details mitteilen wird. Aber wie es sich für einen modernen Helden und pflichtbewusstem Deputy gehört, flieht man nicht, ohne alle Kollegen aus dem Gebiet zu befreien. Das Gebiet ist dabei in drei Teile unterteilt, jedes davon beherrscht einer der Geschwister von „Joe“. Und wie in Far Cry üblich muss man erst eines nach dem anderen befreien um am Ende an den Boss zu kommen.

Dies mag sich nun nach einer 0815-Story anhören, ist es jedoch nicht, da man immer wieder in kleinere Nebenstorys verwickelt wird und auch einige Bewohner und deren Lebensgeschichten kennenlernt.

Sieht nett aus, ist er aber nicht – Sektenführer Joseph Seed

Lieber schlecht gefahren/geflogen als gegangen

Eine oft verwendete Floskel im alltäglichen Leben, die sich wohl Ubisoft zu Herzen genommen hat. Jedoch trifft nicht einmal das Wort „Schlecht“ in Far Cry 5 zu. Es mangelt nicht an Mitteln der Fortbewegung im Spiel. Von Flugzeug über Helikopter zu Quads und Autos kann man praktisch frei wählen, wie man sich fortbewegt in Hope County –  und noch dazu ist das Handling der Fahrzeuge ein wirklich einfaches und meist sind die Fortbewegungsmittel auch noch mit schweren Waffen bestückt. Einzig zu bemängeln ist: stirbt man in einem Flugzeug, erwacht man wieder auf selber Höhe in diesem, nur dass der Motor nicht mehr läuft. Dies bedeutet: es wird zu einem fast unmöglichen Kampf ,das Ding über dem Boden zu halten ohne wieder beim Aufprall zu sterben um ein weiteres Mal in derselben Höhe zu erwachen – und der Kampf von neuem beginnt. Ein Teufelskreis sozusagen.

nicht immer ideal – Die Flugzeuge

Fleißige Helferlein

Wirklich hilfreich ist auch, dass man sich mit der Zeit Verbündete an die Seite holen kann, die einem im Kampf unterstützen. Sei es nun ein Hund, der die Gegner jagt, ein Soldat, der am Boden mit einem ins Gefecht stürmt, oder ein Kollege, der aus der Luft die Feinde bombardiert. Dieses Szenario kennt man ja bereits aus Far Cry Primal und hilft wirklich gut in brennzlichen Situationen, sowie das man jede Mission mit einer strategischen Vorgangsweise leichter lösen kann. Die KI in Far Cry 5 sind jedenfalls nicht einfach zu besiegen, da sie oft wirklich schwer bewaffnet sind und gefühlte zehn Leben mehr als man selbst haben. Aber Shooter, in den man quasi ohne einmal zu sterben durchlaufen kann, sind auch schnell uninteressant.

Großartige Lichtstimmungen

Tolle Story, wunderschöne Map, einfaches Gameplay

Abschließend lässt sich sagen: der fünfte Teil der Far Cry Serie ist eine gelungene Mischung aus allen Vorgängern und macht richtig Spaß und hat einen hohen Suchtfaktor. Ein Paar Bugs hier und dort, über die man im großem und ganzem hinwegblicken kann, können die Vorfreude auf den nächsten Teil nicht mindern und bis dahin werden wir noch ein paar Mal Hope County befreien.

Bereichswertungen

Grafik & Design 85 %
Gameplay & Steuerung 80 %
KI 90 %
Story & Atmosphäre 95 %
Umfang 95 %
Technischer Zustand 75 %

Gesamtwertung

87 %
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Musik - Gaming - Filme - Redakteur - Subtext on Tour - Booking - Vorstand

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