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Neue Jahrgänge aus dem Pop-Borg

Neues Jahr, alte Tradition. Wie die vielen Jahre zuvor besuchten wir letzten Mittwoch wieder das Borg Sounds des Pop-Borg Linz im Posthof Linz. Ausnahmsweise im großen statt im mittleren Saal lieferten die SchülerInnen eine zu erwartende und über weite Strecken gewohnt gute Performance dar. Bis auf eine Ausnahme zwar ohne Überraschungen und im Endeffekt das Gleiche wie all die Jahre zuvor, aber das muss ja nichts Schlechtes sein.

Um gleich den Running Gag wegzunehmen: nein, es wurde wieder nur auf Deutsch gesungen. Ist wohl keine Überraschung, aber aus Gründen der Kontinuität soll dieser Umstand auch in diesem Jahr nicht unerwähnt bleiben. Ungewohnt war dagegen die Positionierung im Posthof, aus Gewohnheit war der erste Weg in den mittleren Saal. Fehler an diesem Abend nachdem der große Saal the „Place to be“ war. Der war dann auch recht gut gefüllt, sogar Sitzplätze wurden geboten.

Ja, was soll ich jetzt musikalisch sagen. Der erste Absatz hat es bereits verraten, ja, es war nichts Neues. Das kann man aber auf keinem Fall den Schülern oder der Schule vorwerfen. Wenn man Bläser, Schlagzeuger, SängerInnen, Gitarristen, Bassisten und Keyboarder in einem Song sinnvoll unterbringen will, klingen die Lieder zwangsläufig sehr ähnlich, das liegt in der Natur der Sache, bleibt aber natürlich trotzdem ein kleines Problem. Aus rein musikalischer Sicht, wenn die einzelnen Songs sich dermaßen ähnlich anhören, dass es blind schwer fallen würde, ein Stück einer bestimmten Klasse zuzuordnen. Von technischer Seite kann man nur wenige Vorwürfe machen. Stimmlich an manchen Stellen ausgelassen hat die erste Klasse (bitte von mir nicht erwarten, dass ich die Klassenbezeichnung noch weis, aber das ist verschmerzbar in diesem Alter und keine große Sache). Apropos Abwechslung: hier gab es tatsächlich eine Komposition, die sowohl überraschend war, als auch sehr positiv aufgefallen ist und auch mein Highlight dieses Abends darstellt. Sie mögen nicht durch schulische Leistung in der Vergangenheit überzeugt haben aber durch diemusikalische in der Gegenwart auf jeden Fall. Die Rede ist von der dritten und auch kleinsten Gruppe. Notenbedingt ohne Bläser und ohne Keyboard konnten diese Neues probieren und aus diesem Korsett ausbrechen, welches die anderen Klassen einengte. Härter in der Gangart, mit leichten Stoner-Rock-Einflüssen und damit absolut das Highlight dieses Abends: gerne in Zukunft mehr davon. Möglicherweise könnte man hier die Ausnahme etwas zur Regel machen – kleiner Denkanstoß.

Gegen 22:30 Uhr war es dann auch wieder vorbei. Ja, was soll ich abschließend sagen, es war bis auf eine Ausnahme der musikalische Abend, den ich auch im Vorfeld erwartet hatte. Ob das jetzt gut oder schlecht ist soll jeder für sich selbst entscheiden, ich zumindest werde auch 2019 wieder vorbeischauen. See you there!

Fotos: Christoph Thorwartl,  Andreas Wörister / Slihs Photography (Facebook / Homepage )

 

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Musikliebhaber, Festivalreisender, Konzertsüchtig, Vinylnerd, Photograph, Konzertveranstalter, Linz-Liebhaber

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