„Silvana“ zeigt die dokumentarische Inszenierung der gleichnamigen Protagonistin Silvana Imam. Silvana Imam ist eine schwedische Rapperin, welche ihre Homosexualität sowie feministischen Grundsätze zum Kern ihrer Musik macht. Drei Filmemacherinnen, ebenfalls aus Schweden, begleiteten sie über zwei Jahre lang mit der Kamera. Das Ergebnis ist eine starke Schilderung einer grenzsuchenden Persönlichkeit und ihren vielen Facetten. 

Silvana Imam, Tochter eines Syrers und einer Litauerin, ist in Schweden eine Galionsfigur für die LGBT Bewegung. Sie ist Vorbild für viele junge, homosexuelle Menschen, die in ihrer Musik und ihrer Person Bestärkung für ihre eigene Identität finden. Der Film zeigt ihre rohe, mitreißende Energie als Performerin, verpasst es jedoch nicht, auch ihre emotionale und verletzliche Seite ins Licht zu ziehen. Diese sehr persönliche Seite wird in Form ihrer Liebesbeziehung zu der schwedischen Künstlerin Beatrice Eli gezeigt. Man folgt dem Beginn ihres romantischen Verhältnis und sieht es während dem Film zu einem Symbol in der schwedischen Musiklandschaft und der LGBT Community reifen.

Weitere Eckpunkte des Films sind Silvanas Beziehung zu ihrer Familie sowie die steigende Belastung in ihrer Branche die sie letztendlich zu einer Auszeit zwingt. Diese Szenen rücken den Fokus auf die Person abseits der Kunstfigur, abseits der Musikerin, abseits der Ikone. Die Regisseurinnen kombinieren mit viel Gefühl Aufnahmen von Silvanas Kindheit mit wutgetriebenen Live-Auftritten und ihre romantische Seite mit exzessiven Partynächten. „Silvana“ ist eine sehr gelungenes Bildnis einer starken Persönlichkeit. 

Silvana
Mika Gustafson / Olivia Kastebring / Christina Tsiobanelis
Schweden
91 Minuten
Schwedisch / English, OmeU
Weitere Vorstellung: 30.04 – Ursulinensaal

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