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Mynth in Linz, einfach überwältigend!

Spacige Synths, Schweiß und Bier gepaart mit stimmungsvollem Licht – kurz „Mela“, „Gospel Dating Service“ und „Mynth“. Die atmosphärische Lichtstimmung mit den Visuals gepaart lädt einfach jede Sekunde dazu ein, seine Hüften mit den Beats zu schwingen und einmal ordentlich das Tanzbein loszulassen.

Als Linzer, der ein absoluter Posthofneuling bis zu diesem Zeitpunkt war – fast schon eine Schande – war es schon lange einmal überfällig, sich ein Konzert anzuhören. An diesem Abend sogar mit der Möglichkeit, regionale Bands zu unterstützen. Der Start begann mit dem Opener „Mela“. Auch wenn am Anfang die Stimmung recht intim gewirkt hat im kleinen Saal des Linzer Veranstaltungsortes, so war das Publikum sofort gefesselt von dem Duo Simon und Marius, die zum ersten Mal mit Unterstützung eines Schlagzeugers am Start waren. Das was neben den „Dream Pop“ Klängen auf jeden Fall mitgenommen werden kann ist die Spannung auf das neue Album, das hoffentlich bald erscheinen wird.

Mit perfekt motiviertem Publikum durch den Opener, durfte dann „Gospel Dating Service“ (GDS) mit Ihrem fast schon sogenannten „Animationsprogramm“ die Menge begeistern. Gott sei Dank, konnte sich der kleinere Saal des Posthofes, dann noch füllen, um zu ihrem Album „Champagne“ zu feiern. Die Band aus Salzburg und Oberösterreich weiß definitiv,  was es bedeutet, Leidenschaft nicht nur selbst auszustrahlen, sondern an das Publikum auch zu vermitteln. Zur Vorfreude bekamen GDS-Fans noch eine kleine Info, denn Ihr neues Video steht schon in den Startlöchern und soll im Mai erscheinen.

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit dem Elektropop-Duo aus Wien,„Mynth“, weiter, die an diesem Abend mit Unterstützung auf der Bühne waren. Die Zwillinge Giovanna und Mario Fartacek, schon berühmt durch Ihren Amadeus Austrian Music Award 2017, wussten genau wie sie die ohnehin schon tanzende und jubelnde Menge noch auf eine weitere Stufe heben konnten. Nicht nur dadurch, dass Giovanna jeden Ton einfach perfekt traf, egal ob in der Höhe oder in der Tiefe. Sondern als sie plötzlich noch zum Rappen anfing und dies mit einem Niveau, das seines Gleichen suchen kann! Doch dem nicht genug, als die Ankündigung kam, einen etwas älteren und berührenden Song zu spielen, wechselten sie auf eine Akustikgitarre und verzichteten auf die Synths. Am Schluss gab es dann noch als Draufgabe den Song „Junction“ aus der EP „Echo“.

Alles in Allem ein genialer Abend mit bleibenden Erinnerungen, der einzige Kritikpunkt, der mir dazu noch einfällt ist leider der kleine Saal. Schade, dass ein so genialer Abend mit regionalen Bands nicht mehr unterstützt wird.

Foto: Christoph Thorwartl

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Bunte Socken Träger – Liebe zu pink und meinen Fahrrädern – die neben meinem Bett stehen. Web Developer in Linz.

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