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Upcoming: Black Metal, salonfähig – DEAFHEAVEN kommen nach Wien

Die Post-Black-Metal/Blackgaze Formation aus Kalifornien bringt ihre „Ordinary Corrupt Human Love“ in die Arena Wien. Die Genre-Artverwandten Inter Arma werden ihnen dabei treu zur Seite stehen. Ein Konzerthighlight im Oktober.

Mit ihrer Mischung aus gnadenlosen Blast Beats, die von epischen Melodien, überlangen Songstrukturen und einem keifenden Berserker namens George Clarke getragen werden,  haben Deafheaven 2013 auf „Sunbather“ ihr Genre einer ganz neuen Zielgruppe eröffnet. Der Versuch Black Metal und Shoegaze bzw. Post Rock zusammenzuführen wurde schon zuvor unternommen, doch nie derart radikal. Deafheaven polarisieren. Von Death Metal Puristen, ähnlich wie die Kollegen von Liturgy, gerne als „untrue Hipster Black Metal“ abgetan, von Fans und Musikpresse teilweise über den Klee gelobt. Auf „New Bermuda“ folgte 2015 ein kleiner Rückschritt, in dem man von der Erfolgsformel ein Stück weit abrückte und sich etwas mehr auf klassische Metal Riffs fokussierte, was wie ein kleines Zugeständnis an die Kritiker wirkte.

Im Sommer diesen Jahres erschien „Ordinary Corrupt Human Love“ – das bislang mutigste Werk der Band. Deafheaven umarmen darauf den Wohlklang und polen die Erwartungen erneut um. Kam einem das Wort „Pop“ beim Hören bislang nicht im Entferntesten in den Sinn, steht hier plötzlich neben einer 11-minütigen Prügelkeule wie „Honeycomb“ sie ist, tatsächlich ein Feature mit Chelsea Wolfe namens „Night People“, dass als waschechter Goth Pop durchgeht. Der Clou an der Sache? Es funktioniert auch noch!

Am 14. Oktober werden Deafheaven gemeinsam mit Inter Arma (Sludge/Post-/Black Metal, USA) in Wien spielen und dabei ihre ganze, neue Bandbreite zur Schau stellen.
Und es wird großartig werden.

Foto: © Deafheaven / ANTI-

DEAFHEAVEN (US)
Support : Inter Arma (US)
14.09. 2018 | Arena Wien
Doors 19:00 | Beginn 20:00
Tickets: ab 26,50 €, erhältlich bei allen bekannten VVK-Stellen

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Schreibt Albumrezensionen, Konzertberichte und führt gerne Interviews - transkribieren tut er diese aber weniger gern. Immer wieder auch für Blödsinnigkeiten abseits seines Kerngebiets "Musik" zu haben. Hosted einmal monatlich die Sendung "Subtext on Air" auf Radio FRO, ist bei mehreren Kulturinitiativen und in einer Band aktiv.

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