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Moop Mama: wir gehen auf in Flammen!

Moop Mama und Roger Rekless bringen die Musik, der Posthof die Drinks und wir als Publikum die Stimmung. So schnell hat man die perfekte Party. Ob das nun an einem Sonntag stattfindet oder nicht – das war den 1300 Menschen, die den Tourabschluss der Münchner Brass-Band Moop Mama feierten, ziemlich egal. 

Sonntags ist Party angesagt – zumindest war es am letzten Sonntag so, wo Moop Mama gemeinsam mit Roger Rekless das Tour-Finale feierten. „Party bis zum Untergang“ wäre das passende Synonym für die Show im großen Posthofsaal.

Roger Rekless machte den Start. Schon da war der Saal sehr gut gefüllt. Der Münchner Tausendsassa und HipHop Musiker gilt in Deutschland schon lange nicht mehr als Geheimtipp. Musik macht David Mayonga alias Roger Rekless schon ewig, begonnen hat bei ihm alles mit dem Auflegen bei verschiedenen Veranstaltungen. Was mit Scratchen begann, ging 2001 mit der ersten Platte gemeinsam mit Raptileb bzw. 2006 mit seinem ersten  Soloalbum „Von zu Hause“ weiter. Am Sonntag hatte er sein brandneues Album „Über die Natur der Dinge“ mit im Gepäck. Live versprüht der Musiker und Produzent Charisma und schafft es innerhalb von kurzer Zeit das Publikum komplett in seinen Bann zu ziehen. Schnell wird einem als Besucher*in bewusst, dass der MC mehr zu bieten hat als fette Beats. Seine Texte regen auch im Nachhinein noch zum Denken an und nicht ohne Grund wird David Mayonga  von anderen deutschen MCs als Freestyle-Koryphäe angesehen. Ohne lange zu zögern wurden neue Texte kreiert. Man konnte förmlich spüren, wie sich seine positive Energie im gesamten Saal ausbreitet und zumindest die Welt für die kurze Moment zu einem besseren Ort machte.

Highlight des Abends war dann natürlich Moop Mama. Die zehnköpfige Band hat mit ihrem neuen Album „Ich“ auch in Österreich große Wellen geschlagen. Auch bei uns im Verein ist der Song „Molotow“ auf und ab gelaufen. Im Jänner bekamen wir beim FM4 Geburtstagsfest schon mal einen Vorgeschmack auf das Konzert in Linz. Und wenn es auch damals schon phänomenal schön war, haben wir das Konzert in unser Heimatstadt doch etwas mehr genossen. Groß vorstellen muss man die Münchner Brassband nicht mehr – seit dem Debütalbum „Deine Mutter“ ist die Band in aller Munde. Drei Alben später sind sie von keiner Partyplayliste mehr wegzudenken. Zum Tourabschluss haben die Jungs so ziemlich alles gegeben, was die Trompeten, Posaunen, Saxophone und Drums zu bieten hatten. Neben neuen Songs wie „Molotow“, „Nüchtern“ oder „Kapuze“ fanden auch alte Klassiker einen Platz auf der Setliste wie etwa „Liebe“, „Alle Kinder“ ganz am Schluss oder „Erfindung des Rades“. Unter anderem ist die Band vor allem für ihre ausgefallen, spontanen Aktion bekannt, wie etwa eine Radltour quer durch Deutschland. Leider hatten wir bis jetzt noch nie das Vergnügen, die Moop Mamas auf freier Wildbahn zu sichten – falls das mal für Linz angedacht ist: wären wir auf jedenfall für jede Schandtat bereit. Das Fazit nach eineinhalb Stunden Party mit Moop Mama? Liebe Moop Mamas, wir haben immer noch Liebe für euch!

Foto: Christoph Thorwartl

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Konzerte - Filme - Bücher - Musik - Kunst // Studentin - Veranstalterin - Redakteurin - Fotografin

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