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Royal Trux: White Stuff

Laut, wild und dreckig – nach einer zu langen Pause melden sich Royal Trux mit einem neuen Album aus der Versenkung zurück. Dem Stil treu geblieben liefern sie mit „White Lines“ elf neue Songs, die zum Abrocken verleiten! Aber dennoch wirkt das neue Album der 90s-Noise-Rock-Pioniere etwas ausgelutscht..

Stell Dir vor: Du betrittst eine Hinterhofbar; etwas heruntergekommen und gammlig. Von draußen hörst Du schon die Party, die innen schon fast überschwappt. Als du die Türe schließlich öffnest, wirst Du von einer enormen Druckwelle gekoppelt mit dem Geruch von Schweiß, Sex und Rock’n‘Roll fast wieder hinausbefördert. Ungefähr so würde ich die Musik von Royal Trux beschreiben. Gröhlende Gitarre, verzerrte Stimmen und Texte in alter Rockmanier!

Das neue Album vereint wofür Royal Trux stehen – Noise Rock straight out of the 90s! Man erkennt neue Einflüsse aus der Jazz- und Punkrock-Welt, die dem Album richtig guttun. Im Vergleich zu älteren Alben, wie dem Debüt „Royal Trux“ oder „Sweet Sixteen“, wirken die Noise-Rocker etwas in die Jahre gekommen. Es fehlt an Kick! An Überzeugung fehlt es jedoch nicht!

Man könnte meinen nach einer derart langen Pause (20 Jahre!!) kann nichts mehr Gutes kommen, aber falsch gedacht. Schon der erste Song „White Stuff“ zeigt, dass sie es noch drauf‘ haben. Mit der vierten Nummer „Suburban Junky Lady“ geht es, zumindest im Rhythmus, etwas ruhiger weiter. Mit „Under Ice“ liefert die Band ein würdiges Ende des Albums, verfeinert mit einem psychedelischen Gitarrensolo der Extraklasse.

Tracklist:
01. White Stuff
02. Year of the Dog
03. Purple Audacity #2
04. Suburban Junky Lady
05. Shoes and Tags
06. Get Used To This (feat. Kool Keith)
07. Sic Em Slow
08. Every Day Swan
09. Whopper Dave
10. Purple Audacity #1
11. Under Ice

Royal Trux

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Musiknerd, Radioenthusiast und Tree-hugger

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