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We Are Scientists: one time is definetely not enough

„A Little Fun Thing Could Be Nice, Just One Time Is Never Enough“ – so heißt es in We Are Scientists‘ catchy Ohrwurm „Dumb Luck“. Vergangenen Freitag war das New Yorker Power-Indie-Pop-Trio mit ihrem neuen Album „Megaplex“ im verhältnismäßig beschaulichen Steyr zu Gast. Ein Konzert, welches an sich großartig war, sich aber wie so oft ein größeres Publikum verdient gehabt hätte. 

We Are Scientists – wohl eine der Bands, die quasi als „ewiger Geheimtipp“ gelten werden. Das Trio aus New York kann mittlerweile auf eine bewegte Bandhistory zurückblicken – aktuell sind sie mit neuem Album auf Tour. Knapp 200 Leute werden es dann doch gewesen sein, die sich an diesem Freitagabend im Steyrer Röda eingefunden haben, um den Livequalitäten von keith Murray, Chris Cain und Keith Carne zu lauschen. Zuallererst durfte man aber dem Supportact, Communipaw, lauschen. Die Band rund um Frontman Brian Bond besteht eigentlich aus vier Musikern – auf der aktuellen Europatour bekommen die Zuhörer die Duo-Version zu sehen. Praktisch – Drummer Keith Carne ist bei beiden Bands aktiv, und durfte deswegen auch am Freitag Überstunden schieben. Gesanglich bekommt man soliden Pop/Rock geboten, der im intimeren Ambiente wohl doch besser funktionieren wird als in einem klassischen Konzertsaal wie im Steryrer Röda. Schade – denn gesanglich kann Herr Bond durchaus überzeugen. Der Funke schien aber dann doch nicht so ganz überzuspringen.

Ganz im Gegensatz zu We Are Scientists. Hatten uns die bereits am Acoustic Lakeside vor einigen Jahren begeistert (und eine kleine Side-Session bei uns eingespielt), wurde auch am Fritag einmal mehr bewusst, warum wir sie so lieben. Ernst nehmen auf der Bühne? Nur soweit, wie es wirklich sein muss. Tanzbarer Indie-Rock, immer mit einem gewissen Augenzwinkern – We Are Scientists sind sich auch auf „Megaplex“ treu geblieben. Eineinviertelstunden energiegeladene Liveshow bekommt das Steyrer Publikum dann auch geboten – die Stimmung ausgelassen, aber dann doch nicht überragend. Da wäre mehr gegangen – die Zugabe lassen sich die drei Amerikaner dann aber doch nicht nehmen. „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ ist dann also doch nicht die Devise, und „It’s A Hit“ ist We Are Scientists zwar noch nicht global gesehen vergönnt gewesen – jeder Live-Besucher sieht das Konzert aber als einen ebensolchen. Ein sympathisches Konzert einer sympathischen Band, das man gerne bei dem einen oder anderen Bierchen auch danach noch ausklingen lassen konnte!

Fotos: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eishockeyfan. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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