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Es gibt Bands, die sind seit einer gefühlten Ewigkeit unterwegs, und benötigen Einiges an Zeit, um am musikalischen Horizont aufzutauchen. Die in Leeeds im Jahre 1977 (!) gegründeten und mittlerweile in den USA beheimateten Mekons sind so ein Vertreter. Mit ihrem aktuellen Album „Deserted“ sind die mittlerweile im Alternative Country beheimateten Musiker aktuell auch in Europa zu Gast. Ein musikalisches Kleinod, das wie sooft keiner kennen wird.

So auch vor gut einer Woche in der Linzer Stadtwerkstatt, als nach einem Intro des GIS Orchestras, Österreichs wohl klanglich ungewöhnlichstem Orchester, mit den Mekons gut 60 Musikbegeisterte im Saal versammelt hatten. Gegründet 1977 in Leeds als Punk-Band, die sich das Motto „Thatcher is still dead“ bis heute hinter die musikalischen Ohren geschrieben haben, sind sie heuer eher im Genre „Alternative Country“ beheimatet. Jon Langford, Tom Greenhalgh und Co verstehen es aber, sich auch in diesem musikalischen Terrain souverän zu bewegen. Kein Wunder, ist der Output der Mekons in den letzten Jahrzehnten doch alles andere als überschaubar geblieben. Instrumentalisch ist die Combo auf sehr, sehr gutem Niveau unterwegs (Bouzouki!), sichtlich Spaß haben sie auf der Bühne auch noch immer – was will man mehr? Vielleicht einen Abstecher in das neue Album „Deserted“ riskieren – Fans des Genres werden erfreut sein, Noch-Nicht-Fans des Genres könnten danach gut und gerne solche werden!

Foto: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eishockeyfan. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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