The Vampyres: Düsternis in Linz

Nach der langen Corona-Pause kehrt nun auch die Stadtwerkstatt unter neuem Konzept so langsam aus der Pandemiepause zurück. Mit Abstand, mit Sesseln, ohne Bar. Egal, Hauptsache endlich wieder Live-Konzerte und Rückkehr in eines der Wohnzimmer dieses Redakteurs. Letzten Donnerstag wurde es dann düster. The Vampyres waren zu Gast und lieferten ein sehr stimmungsvolles Konzerterlebnis ab.

Markierte Sitzplätze, Maske und im Falle der Stadtwerkstatt keine Bar im Konzertsaal. Alles Eigenschaften einer neuen Konzertnormalität, an die wir uns langsam schon gewöhnt haben. So richtig toll fühlt sich das zwar noch immer nicht an und wir alle hoffen, dass das nächste Jahr wieder eine Rückkehr zu Stehen, Moshpit, Tanzen und co bringt. Aber aktuell heißt es mit der Situation leben und das Beste daraus machen. Umso schöner, dass nach Posthof und Kapu auch die STWST wieder Live-Programm anbietet. Knapp 50 Sitzplätze bietet der Saal, der an diesem Abend auch bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Zurecht, denn über eine gute Stunde enttäuschten The Vampyres die Erwartungen nicht. Die psychedelische und düstere Musik der Band erzeugte in Kombination mit dem minimalistischen Licht ein stimmungsvolles Klangbild, in welches man die Augen schließend eintaucht. Hier störte es gar nicht einmal so stark, dass es ein erzwungenes Sitzplatzkonzert war. Auch wenn ein bisschen Headbangen oder ein Circle schon nett gewesen wäre, es ging durch diese schwere, intensive Stimmung welche von der Band erzeugt wurde auch gut ohne. Die Songs der bereits letzten Jahres erschienen LP „Out of the Crypt“ sind auch live höchst abwechslungsreich und halten so die Spannung hoch. Insgesamt ein tolles Konzert, einziger Minuspunkt: eine Zugabe wäre da schon noch gegangen.

Fotos: Andreas Wörister (Slihs Photography)

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geschrieben von

Musikliebhaber, Festivalreisender, Konzertsüchtig, Vinylnerd, Photograph, Konzertveranstalter, Linz-Liebhaber

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