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2009_09_11_display_jugendpoint_1
„Eine schöne Chillout- und Hangover-Zeit“
2004 traf sich ein buntes Grüppchen Linzer Jugendlicher um bei dem von der Europäischen Union geförderten Projekt "Teens Open Space" über einen neuen Treffpunkt für die Linzer Adoleszenz zu brüten. Heute, ganze fünf Jahre später - uns trennen mittlerweile nur noch wenige Wochen von Herbstmantel und Wollmütze - wurde die Freiluft-Chilloutzone eröffnet.

Seit 15:00h befinden sich einige Betontreppen, eine überdachte Freewall, Sitzmöglichkeiten und eine "Bühne" unter der Linzer Eisenbahnbrücke offiziell im Besitz der Linzer Jugend. Die Eröffnung des als "Jugendpoint" titulierten "Großprojekts" selbst ging relativ schmucklos über die Bühne: Vizebürgermeisterin Holzhammer fand ein paar warme Worte für die spärlich erschienenen Jugendlichen, Wirtschaftsstadträtin Wegscheider wünschte den Jugendlichen "eine schöne Chillout- und Hangover-Zeit", dazu kostenlose Leberkässemmeln und Musik vom Notebook. Die Energie dafür lieferte ein eigens für die Veranstaltung aufgestelltes Aggregat - Stromanschlüsse oder gar WCs sucht man am neuen Treffpunkt vergeblich.

Das Versprechen, dass die Sicherheit an dem neuem Treffpunkt nicht durch Kameras gewährleistet werden soll, dürfte gehalten worden sein. Von den 2004 ausgearbeiteten Konzepten der Jugendlichen blieb allerdings nur wenig übrig; die Pläne für zwei Plattformen aus Holz oder eine Sitzhöhle im Volksgarten dürften wohl auf alle Ewigkeiten in den Schubladen der Stadt verschwunden sein. Zumindest über ein Baumhaus verfügt der Volksgarten mittlerweile - wenn es auch im Zuge eines anderen Projekts Eingang in den Park fand.

In einem aus 2004 stammenden Beitrag auf der Projektwebsite, der auf den geplanten Jugendpoint etwas näher eingeht, ist von einem "wetterfesten Treffpunkt" mit "knalligem Belag" und "bewachsenen Seitenwänden", die "den Raum aus der Durchzugsachse nehmen", die Rede. Was davon geblieben ist, findet sich in den folgenden Fotostrecken.

Links & Webtips:
Foto: Andreas Kepplinger
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Kommentare (6)
Hangover-Zeit?
6 Dienstag, den 15. September 2009 um 08:30 Uhr
christoph
ist es wirklich so, dass uns jungen Menschen Stadträtin Wegschaider einen schönen Hangover - d.h. einen Kater am nächsten Tag- wünscht? Ich hoffe doch, dass sie damit die "Hang-Out-Zeit" gemeint hat, ansonsten würde das wirklich ein völlig neues Bild auf das Komasaufen werfen ;)
immerhin...
5 Samstag, den 12. September 2009 um 16:18 Uhr
juerxx
... an der graffiti-mauer steht schon ein kürzel. und das waren sicherlich nicht die silversurfer aus den fotos. :-)
peinlich, peinlich
4 Samstag, den 12. September 2009 um 10:01 Uhr
Jürgen
Danke für diese korrekte Wiedergabe dieser peinlichen Eröffnung!

Lg Jürgen
In fünf Jahren...
3 Freitag, den 11. September 2009 um 20:12 Uhr
sisalinz
...ist das im Vorspann erwähnte "Grüppchen Linzer Jugendlicher" aber ziemlich gealtert, wie man auf dem Foto erkennen kann... ;-)
Ich kenn mich nicht aus
2 Freitag, den 11. September 2009 um 18:44 Uhr
Irina Nastassia Smirnoff
Es gibt also Energie, aber keine Stromanschluesse. Das wäre, als würde es eine Garage geben, aber keine Tür dazu. Die Welt dreht sich einfach zu schnell, die Steckdose kommt nicht nach.
witzig, witzig ;)
1 Freitag, den 11. September 2009 um 18:34 Uhr
Adrian Krammel
nett geschrieben

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