COLDPLAY: „Us against the world“

COLDPLAY: „Us against the world“

Die Meister der ganz großen Gefühle liefern mit „Mylo Xyloto“ ihr fünftes Studio- Album ab. Seit etwas mehr als zehn Jahren verzaubern uns Coldplay mit Musik die nicht nur ins Ohr, sondern vor allem ins Herz geht. Möglicherweise handelt es sich dabei um das letzte Album der sympathischen Briten.

Mit „Us Against the World“ ist nicht, wie vielleicht zu vermuten wäre, ein politischer Hintergrund im Sinne von United States Against the World gemeint, nein – der Song handelt von einem Liebespaar, welches den Widrigkeiten des Lebens trotzig entgegentritt. Das Thema von den Liebenden, die versuchen ihre Probleme mit sich und der Welt in den Griff zu bekommen, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.

Musikalisch überraschen Coldplay durch den großzügigen Einsatz von Synthesizern, ansonsten der herzzerreißende Gesang Chris Martins, gewohnt melancholische Pianoklänge, und euphorische Background-Gesänge. Mit „Paradise“ und „Every Teardrop is a Waterfall“ gelingen den vier Ausnahmekünstlern Hits, die an den Erfolg von „Viva la Vida“ anschließen können, die ähnliche stilistische Machart verwundert dabei ganz und gar nicht. Coldplay scheinen ihr Hit-Rezept endgültig gefunden zu haben, wenngleich Chris Martin in Interviews die Befürchtung streut, es könne sich bei „Mylo Xyloto“ womöglich um ihr letztes Album handeln. Selbstverständlich funktioniert eine Coldplay- Platte nicht ohne typischer Ballade, die mit „Us Against the World“ wieder einmal alle Erwartungen erfüllt. Nicht ins Konzept passt hingegen ein mit Kommerz-Ikone Rihanna aufgenommener Song namens „Princess of China“. Der musikalische Weg, den Coldplay hier einschlagen, spricht zwar für Experimentierfreude, führt sie aber zusehends in die Pop-Belanglosigkeit. Dem erteilen Coldplay jedoch postwendend eine Absage. Die Nummer „Up in Flames“ lässt Verliebte und Jene, die es noch werden wollen, an die wahre Liebe glauben. Diese scheint Sänger Chris Martin gefunden zu haben, autobiographische Momente sind bei „Mylo Xyloto“ mehr als wahrscheinlich.

Auf der offiziellen Coldplay-Homepage kann man, um auf das Bild zu sprechen zu kommen, das „Mylo Xyloto“ Cover auf kitschig romantische Art in den Initialen der jeweiligen Liebenden erscheinen lassen. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, in meinem Fall steht „ST“ bloß für subtext.

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4 comments

  • Hm, ich kann mich überhaupt nicht entscheiden, ob ich es mögen soll oder nicht…

    VIVA LA VIDA mochte ich nicht…

  • Stefan

    Das Album hat Höhen und Tiefen! Eher was für echte Fans als für Gelegenheits-Coldplay-Hörer!

  • Glaube eher, dass es umgekehrt ist… Die Leute, die das Radio aufdrehen, freuen sich bestimmt, wenn eine neue Single von ihnen da läuft…

    War ja beim letzten Album nicht anders ;)

  • Stefan

    da hast du möglicherweise Recht!

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