Ein Song. Ein Video. Ein Versuch.

Ein Song. Ein Video. Ein Versuch.

Heute wurde das Musikvideo von den Clains zu ihrem Song „Atomic Fusion“ veröffentlicht. Ein Video ohne Budget, professionellen SchauspielerInnen,  Vorkenntnisse und wirklich viel Plan. Aber mit sehr viel Spaß, Motivation und Energie. Hier ein kleiner Bericht über die Dreharbeiten vom Kamera-, Schnitt- und Regiemenschen Erli Grünzweil (EARLIER.at).

Schritt 1: Kontakt zur Band

Wie kommt man überhaupt zu so etwas ohne irgendwelche Referenzen zu haben? In diesem Fall war es so, dass ich auch die subtext.at Acoustic Sessions mache und die Clains bei uns angefragt haben, ob wir mal etwas gemeinsam machen wollen. Kurzfristig machten wir auch etwas daraus und so war der Kontakt da. Die Band war nett und einige Wochen später kam auch schon die Anfrage, ob ich nicht Lust hätte ein Musikvideo mit ihnen zu drehen. Klar. Da konnte ich nur JA sagen.

Schritt 2: Ein „Konzept“

Ich traf mich mit Sänger Tobi, der schon einige Vorstellungen hatte zum Video, und wir suchten dann einen Weg auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Dazu brachte ich auch meine Ideen, Meinungen und Vorlieben ein. Wir überlegten uns mögliche Locations, SchauspielerInnen usw. Das Gespräch war gut und am Ende war ein grobes Konzept fertig.

Schritt 3: Wann? Wo? Wie? Wer?

Relativ kurzfristig und trotz groben Konzepts etwas planlos begab ich mich dann rund um Ostern nach Vöcklerbruck. Dort kam ich Freitagabend an und lernte die SchauspielerIn Sophie Huber kennen. Der Schauspieler kam erst nächsten Tag hinzu. Einige Dinge wurden noch besprochen und ein Ablauf für die Drehorte und Reihenfolge der Szenen wurde zurecht gelegt, und einige Details wurden noch überdacht.

Schritt 4: Der Dreh

Samstagmorgen wurde es dann ernst. Halbwegs früh morgens ging es los. Wir holten Andreas Daradics, den Schauspieler, ab, besorgten noch weiße Schminke und dann ging es Richtung St. Georgen. Dort fanden wir dann Sophie und die ersten Locations vor.
Die einzelnen Szenen wurdne nicht chronologisch gedreht und begonnen wurde mit der „Schottergruben-Szene“. Anfangs alles noch etwas ungewöhnlich, doch mit der Zeit lernten wir (SchauspielerInnen, Tobi und ich) uns besser kennen, und es wurde alles etwas lockerer.
Ohne Anhaltspunkte wie oft die einzelnen Szenen gedrehen werden sollen, aus wie vielen Perspektiven und wie viel Material für das gesamte Video nötig ist, filmten wir zwei Tage lang drauf los und ließen uns einfach von unserem Gefühl leiten.

Schritt 5: Schnipp, Schnapp. Schneiden.

Zwei Tage lang wurde an 5 verschiedenen Orten ca. 40 GB Material in fullHD aufgenommen. Und es reichte total. Beim Schneiden ging dann eigentlich ziemlich schnell, weil ich mir vom Film schon während des Aufnehmens ein klares Bild machte. So stand nach zwei Tagen die erste Version, welche danach nicht mehr all zu gravierend verändert wurde. Nur mehr einzelne Wünsche und Anregungen von den Mitwirkenden und auch von unabhängigen BetrachterInnen wurden berücksichtigt. Und so sind wir zu diesem Endergebnis gekommen:

Schritt 6: Feedback

Das ist jetzt euer Part. Gebt uns bitte Feedback. Danke.

Equipment:

Canon 7D mit Tamron 28-75mm 2.8 und einem Lensfinder von Zacuto. Für eine Szene verwendeten wir auch eine Steadycam.

Details:

Regie: Erli Grünzweil & Tobias Köttl
Kamera & Schnitt: Erli Grünzweil
SchauspielerInnen: Sophie Huber & Andreas Daradics
Eine Produktion von EARLIER.at

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geschrieben von

Fotograf für subtext.at. Lebt in Wien und ist dort als Grafik-Designer tätig. Erli betreibt auch das Ein-Personen-Grafik-Büro EARLIER.

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