Ausgewählte Filme im September

Der September bietet eine ausgewogene Mischung verschiedener Genres in unseren Kinos. Von amerikanischen Action-Movies über Wood Allens Romimpressionen, bis hin zu bayrischen Komödien. Im folgenden Bericht gibt es ein paar ausgewählte Filme, die derzeit in den Kinos laufen.

Resident Evil: Retribution

Im mittlerweile fünften Teil der auf der Videogame Serie Resident Evil basierenden Filmreihe nimmt wieder Paul W. S. Anderson am Regiesessel Platz, welcher bereits im ersten Teil, sowie beim direkten Vorgängerfilm „Afterlife“ Regie geführt hat. Retribution setzt die Story auch nahtlos mit dem Angriff auf den Frachter von Afterlife fort. Eine kurze von Alice (Milla Jovovich), persönlich kommentierte Rückblende ihrer Erinnerungen bringt Neueinsteiger auf den aktuellen Stand der Story.

Der Film führt sehr geradlinig in ein Testzentrum von Umbrella in Gestalt eines alten sowjetischen U-Boot Bunkers, wobei Alice von der Spionin Ada Wong (Bingbing Li) im Dienste von Albert Wesker (Shawn Roberts) befreit wird, um sich gemeinsam den Weg rauszukämpfen, während sich eine Söldnereinheit mit Alices altem Freund Luther West (Boris Kodjoe) als Rettungstrupp zu ihr durchkämpft. Der ganze Film wirkt wie eine Aneinanderreihung von Kämpfen, unterbrochen von kurzen Storysequenzen mit altbekannten Charakter und Kreaturen aus der Videospielreihe.

 

Ted

Ted ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Family-Guy-Erfinder Seth MacFarlane und handelt von John und seinem Teddybären Ted, welcher durch einen Wunsch in der Nacht vor Weihnachten lebendig wird. Was zunächst wie die Einleitung zu einem netten Weihnachtsfilm wirkt, wird durch Regisseur Seth MacFarlane ein liebevoll ordinärer Film über den American Way of Life und die sexuellen Triebe eines „erwachsenen“ Bären, der 27 Jahre später noch immer mit John (Seth MacFarlane) und seiner Freundin (Mila Kunis) zusammen lebt.

Der Film ist dann aber doch weniger eine provokative Abrechnung, wie man sie von einem Seth MacFarlane kennt, als eine doch eher liebe Romantikkomödie mit einem etwas obszönen Hauptdarsteller, welcher im Original von Seth MacFarlane selbst gesprochen wird. Dabei sind einige Gaststars wie Sam J. Jones, der Hauptdarsteller des Flash Gordon Films von 1980.  Nach einigen Aufs und Abs, großen Krisen und vielen Irrungen, erkennen alle ihre Irrtümer und finden wie in einer klassischen Romantikkomödie wieder zusammen und sind glücklich.

 

The Expendables 2

In The Expendables 2 von und mit Sylvester Stallone, hat dieser erneut eine Vielzahl an hauptsächlich Action Ikonen der 80er Jahre um sich versammelt um einen ebensolchen Film zu drehen. Der All Star Action Cast besteht neben Sylvester Stallone aus Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Chuck Norris, Randy Couture, Terry Crews, Liam Hemsworth, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger. Die Story selbst stellt keine großen Ansprüche an den Zuseher aber möchte dies auch nicht, es ist ein richtiger Popcorn Film.

Die Story handelt von einem Geheimkommando, das die Welt zu retten soll. Der perfekte Auftrag für Barney Ross und seine Männer, aber natürlich gibt es Komplikationen und eine Menge Action mit verschiedenen Kurzauftritten und ironischen Ansagen des All Star Action Casts. Der Film ist stärker geworden und nicht mehr so ziellos verspielt wie im ersten Teil und auch die Story ist abwechslungsreicher als noch im Teil 1 ohne aber das 80er Action Film Feeling zu verlieren. Der Action Film ist auch durch seine vielen Anspielungen nicht nur für  Freunde dieser Filmepoche sehr unterhaltsam.

 

To Rome with Love

Gleich vier voneinander unabhängige Geschichten erzählt Woody Allen, Amerikas Paradeneurotiker in seinem neuen Film „In Rome to Love“, seiner persönlichen Verneigung vor der Ewigen Stadt und alle handeln von der Liebe und von Rom.

Ein Angestellter (Roberto Benigni) wird völlig grundlos zur TV-Berühmtheit; eine Prostituierte (Penélope Cruz), welche von einem junger Mann in seinen Flitterwochen aufgrund einer Verwechselung als seine Frau ausgegeben wird; ein Student (Jesse Eisenberg), welcher sich in eine Freundin (Ellen Page) seiner Partnerin (Greta Gerwig) verliebt, oder sich von ihr verführen lässt und dabei gute Ratschläge oder Warnungen eines berühmten Architekten (Alec Baldwin) erhält und die Entdeckung eines Leichenbestatters (Fabio Armiliatio) mit goldener Kehle durch den Vater (Woddy Allen) seiner zukünftigen Schwiegertochter.

Es mag nicht der beste Film von Woody Allen sein, aber wie auch. Bei einem Werk von 70 Filmen kann man sich nicht ständig übertreffen, aber er ist unterhaltsam und besitzt das typischer Woody Allen Flair seines Spätwerks.

 

Wer’s glaubt wird selig

Die neue Filmkomödie von Marcus H. Rosenmüller spielt, wie sein erster Spielfilm „Wer früher stirbt ist länger tot“ wieder in seiner bayrischen Heimat und handelt von einem Skiort, bei dem seit Jahren nicht nur der Schnee sondern in dessen Folge auch die Touristen fehlen.

Um den ehemaligen Skiort Haunzenberg zu retten, versucht Georg (Christian Ulmen) seine verstorbene und recht grässliche Schwiegermutter Daisy (Hannelore Elstner) heilig sprechen zu lassen. Als tatsächlich der Papst (Nikolaus Paryla) einen Pater (Fahri Yardim) entsendet um die Wunder der Daisy zu untersuchen, versuchen Georg und seine Freunde allerlei Wunder zu inszenieren, was natürlich in völligem Chaos endet.

Ein gut gelauntes Ensemble unterstützt durch Simon Schwarz als Polizist Hartl, Marie Leuenberger als Georgs Frau Emilie und Lisa Potthoffals als deren pornofilmende Schwester Evi machen den Film zu einem wirklich unterhaltsamen Erlebnis.

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