Kapustan – Der Staat bin ich!

Wieso soll man Häuser besetzen wenn man gleich einen ganzen Staat gründen kann? Und da man sein Stammhaus sowieso schon gut kennt hat die Kapu eben die Tabakfabrik annektiert. Leider hat das Staatsbudget nur für 24 Stunden gereicht.

Pass und Visum, Formulare und Schalterbeamte, bei den Kapustan-Bürohengsten wieherte der Amtsschimel. Deswegen bin ich einfach illegal eingereist, durch den Zaun geschlüpft und hab ohne Arbeitserlaubnis meine Kamera gezückt. Wenn man nur 24 Stunden hat um alle Utopien auszuleben muss das Programm eben etwas Dichter werden.   Von Freitag auf Samstag existierte die Mikronation bloß. Die Fitness der neuen BürgerInnen lag den Gründervätern (und -müttern?) wohl sehr am Herzen. Tischtennis bis in die Nacht, Boxen und Bikekitchening, der Sport kam nicht zu kurz. Musikalisch hatte der Zwergenstaat auch einiges zu bieten. Aber bei Wild Evel &  The Trahsbones könnte man meinen die haben bereits in andren Ländern Einreiseverbot.
Fürs leibliche Wohl sorgte die Volxküche und an der Bar konnte man sich mal von den Linzer Rappern Average, Sam und Huckey einschenken lassen.

Mein Besuch war leider nur von kurzer Dauer. Nachdem ich auch noch illegal den Grenzzaun plakatiert hatte musste ich fluchtartig das Land verlassen.  Das ganze Programm zum Nachlesen gibts unter kapu.or.at

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photographer, designer, journalist

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